Sonderfahrplan zum Jubiläum

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Fliesenstudio Arnold

„Alt trifft modern“ – so das Motto für die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Straßenbahn-Linie in Jena-Ost. Für den Samstag, 31. Mai 2014, heißt das: Historische Fahrzeuge treffen auf die neueste Straßenbahn-Generation.

Ermöglicht wird dies mit einem Sonderfahrplan des Jenaer Nahverkehrs, der in der Zeit zwischen 12 und 15 Uhr auf den regulären Fahrplan der Straßenbahn-Linie 3 (Jena-Ost – Damaschkeweg – Lobeda-Ost) abgestimmt ist. Dabei sind alle Jenaer und Jenenser herzlich eingeladen, sich auf einer Fahrt mit dem Triebwagen 101 oder dem Triebwagen 134 in „alte Zeiten“ zurückzuversetzen.

Unterwegs sind die historischen Triebwagen im Zwanzig-Minuten-Takt und im Wechsel mit den neuen Tramino-Zügen auf der Strecke „Jenzigweg – Paradiesbahnhof West“. Für die Fahrten kann ein Sonderfahrschein für drei Euro direkt beim Schaffner in den historischen Bahnen bzw. am Souvenir- und Infostand des Nahverkehrs an der Haltestelle „Jenzigweg“ erworben werden.

„Mit unseren historischen Wagen machen wir Geschichte erlebbar. Wie schön, wenn die Großeltern ihren Enkeln zeigen, wie es früher auf der Linie war. Und das an einem fast korrekten Datum. Am Pfingstsonnabend im Jahr 1914, gegen 12 Uhr, fuhr das erste Mal eine Straßenbahn nach Jena-Ost“, sagt Udo Beran, Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs.

Neben dem Sonderfahrplan bietet das Verkehrsunternehmen am Samstag gemeinsam mit dem Ortsteilrat Wenigenjena ein unterhaltsames Programm. Dieses beginnt 12 Uhr mit einem Festakt an der Haltestelle „Jenzigweg“. Mit dabei sind der Jenzig-Chor sowie im Ortsteil ansässige Vereine und Gruppen.

Das Catering-Team der „Grünen Tanne“ bietet Snacks und Getränke. Nahverkehr-Fans und Liebhaber können Souvenirs sowie die extra für das Ereignis gedruckten Sonderpostkarten erwerben.

Übrigens: Für die Veranstaltung „100 Jahre Straßenbahn in Jena-Ost“ am Samstag, 31. Mai 2014, von 12 bis 15 Uhr, können Fahrgäste ein Sonderticket für 3 Euro erwerben.

Das Ticket deckt eine Hin- und Rückfahrt mit den historischen Triebwagen 101 oder 134 zwischen der Haltestelle „Jenzigweg“ und „Paradiesbahnhof West“ ab. Erhältlich sind die Sonderfahrscheine direkt beim Schaffner in den historischen Bahnen bzw. am Souvenir- und Infostand des Nahverkehrs an der Haltestelle „Jenzigweg“.

Für die historischen Fahrzeuge gilt während der Feierlichkeit ein zusätzlicher Sonderfahrplan. Dieser ist  auf den regulären Fahrplan der Straßenbahn-Linie 3 (Jena-Ost – Damaschkeweg – Lobeda-Ost) abgestimmt.

Historie
30. Mai 1914
Die Strecke nach Jena-Ost wird eingeweiht.
Die Straßenbahn fährt vom Steinweg kommend über die neu errichtete Camsdorfer Brücke bis zum Gasthof „Grünen Tanne“. Für die Liniennetz-Erweiterung werden von der Waggonfabrik Görlitz fünf neue Triebwagen gekauft. Erstmals sind in Jena Fahrzeuge mit verglaster Plattform unterwegs.

1922
Gegen Ende des 1. Weltkrieges kam es zu Verkehrseinschränkungen im Straßenbahnbetrieb.

15. Dezember 1926
Wiedereröffnung der Bahnstrecke nach Jena-Ost mit Erweiterung der Linie bis Schlippenstraße.

Juli 1939
Einweihung eines neuen Jenaer Liniennetzes mit Linienumstellung der Linie 2 von Mühltal bis Jena-Ost.

1945
Zerstörung der Camsdorfer Brücke im Zweiten Weltkrieg mit Unterbrechung des Straßenbahnbetriebes nach Jena-Ost. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt der Zerstörung zwei Triebwagen auf der Jena-Ostseite, so dass nach dem wiederholten Aufnehmen des Straßenbahnbetriebes im Mai 1945 ein Pendelverkehr eingerichtet werden konnte. Ein strenger Winter und die Dauerbelastung der beiden Triebwagen führten allerdings dazu, dass beide Triebwagen bald ausfielen.

13. Juli 1946
Wiedereröffnung der Camsdorfer Brücke mit neuen Gleisen.

1953
Ab 1953 konnte im Berufsverkehr  zwischen Holzmarkt und Jena-Ost ein 7-Minuten-Takt eingerichtet werden. Alle anderen Straßenbahnlinien fuhren weiter nur im 15-Minuten-Takt.

1955
Zur Verbesserung der Verkehrsbedingungen in Jena-Ost wurde 1955 die Buslinie Schlegelsberg – Grietgasse eingerichtet.

1960
1960/61 gab es wieder eine längere Linienunterbrechung mit Teilung der Linie 2 (Mühltal – Jena-Ost) durch den Neubau des Zeiss-Forschungshochhauses.

1963
Planung einer Wendeschleife an der Endstelle Jena-Ost. Der Bau scheiterte jedoch an den Eigentumsverhältnissen der dafür notwendigen Gartengrundstücke.

1989
Mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Paradiesbahnhof und Winzerla entwickelte sich die Linienführung Jena-Ost-Holzmarkt und im Berufsverkehr Jena-Ost – Winzerla.

1990-iger Jahre
Umfangreiche Straßen-, Oberleitungs- und Gleisarbeiten zwangen durch Sperrungen der Strecke den Straßenbahnbetrieb zu vielen Änderungen. Auch die Linie Jena-Ost wurde durch Bauarbeiten über einen längeren Zeitraum getrennt. (Abschnitt: Jena-Ost – Steinweg; Winzerla – Neugasse)

Heute wird die Strecke im dichten Takt von modernen Niederflur-Straßenbahnzügen befahren.

Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag der Straßenbahn in Jena-Ost.

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