Sozialkaufhaus Erfurt nach Umbau wiedereröffnet

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Das Sozialkaufhaus „fair Kauf“ in Erfurt ist wieder geöffnet. Nach mehrmonatigem Umbau empfing es am Dienstag die ersten Kunden, sozial bedürftige Einwohner der Stadt. Nach dem Umbau stehen dem Kaufhaus am Juri-Gagarin-Ring in der Innenstadt jetzt 300 Meter Verkaufsfläche und rund 100 Quadratmeter an Werkstätten zur Verfügung.

Das Sozialkaufhaus wurde vom gemeinnützigen Verein  Euratibor 2010 ins Leben gerufen. Wie Projektleiter Frank Förster sagte, hat die Einrichtung derzeit 2500 bis 3000 Kunden in seiner Kartei. Um preisgünstig einkaufen zu können, müssen sie ihre Bedürftigkeit durch den Sozialpass der Stadt Erfurt oder Bescheide über Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld nachweisen.

Der Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von Euratibor, Jürgen Küster, sagte, nach dem Umbau könne das Kaufhaus neben aufbereiteten Möbeln auch Elektro- und Haushaltsgeräte sowie Spielzeug anbieten. Sie stammen aus Spenden von Erfurter Bürgern oder aus Haushaltsauflösungen.  Abgegeben würden die Erzeugnisse ausschließlich an sozial Bedürftige. „Trotz sinkender Zahlen an ALG-II-Empfängern ist der Bedarf nach wie vor hoch“, sagte Küster.

Der Umbau erfolgte im Zuge der Modernisierung des Wohnhauses, in die die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Kowo sieben Millionen Euro steckte. Sie überlässt dem Verein die Räume unentgeltlich. „Statt Werbung finanzieren wir lieber soziale Projekte in Erfurt“, sagte Kowo-Geschäftsführer Friedrich Hermann.

Der gemeinnützige Verein Euratibor hat neben seinem Sitz in Erfurt Zweigstellen in Artern, Apolda und Sömmerda. Er initiiert im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit, der Jobcenter, der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung Thüringen, des Landes Thüringen, des Bundes und der Stadt Erfurt soziale, Bildungs- und Beschäftigungsprojekte.

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