Sie kommt schleichend und wenn sie erkannt wird, ist es oft schon zu spät. Atherosklerose – im Volksmund eher bekannt als Gefäßverkalkung – und ihre Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, gelten in den westlichen Industrieländern als die häufigste Todesursache. Dabei kann jeder selbst durch eine gesunde Ernährung das Risiko, an Atherosklerose zu erkranken, gering halten. Doch was ist unter einer (herz)gesunden Ernährung überhaupt zu verstehen?
Darüber spricht am Mittwoch (1. Februar) Prof. Dr. Stefan Lorkowski in seinem Vortrag „Von guten und bösen Fetten – Prävention der Atherosklerose“. Damit schließt der Professor für Biochemie der Ernährung der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Vortragsreihe des Studium Generale im Wintersemester 2011/12 ab, zu der Studierende, Lehrende und interessierte Bürger herzlich eingeladen sind.
„Im Rahmen der Prävention der Atherosklerose ist es zwingend notwendig, Aufklärungsarbeit über eine (herz)gesunde Ernährung und ihrer nachhaltigen Umsetzung zu leisten. Vor allem Fette bilden im Zusammenhang mit der Wohlstandserkrankung einen entscheidenden Schlüssel“, erklärt Prof. Lorkowski. Daher wird er in seinem Vortrag darlegen, wie sich Fette in unseren täglichen Lebensmitteln auf das Atherosklerose-Risiko auswirken und worauf die Konsumenten bei der Auswahl ihrer Lebensmittel achten sollten. Denn in den letzten Jahren sei deutlich geworden, dass nicht allein die Menge des aufgenommenen Fettes entscheidend ist, sondern es hauptsächlich auf die Art der Fette in unserer Ernährung ankomme, betont Prof. Lorkowski.
So setzen sich zum Beispiel Fette aus Fleisch- oder Milchprodukten und feste Pflanzenfette vor allem aus gesättigten Fettsäuren zusammen, die den Cholesterinspiegel erhöhen und den Körper schädigen. Deshalb sollte man eher pflanzliche Öle bevorzugen, die viele ungesättigte Fettsäuren bereithalten. Auch im fettreichen Fisch wie Hering, Lachs und Thunfisch stecken gesunde, ungesättigte Fettsäuren, die sogenannten Omega-3-Fettsäuren.
Mit dem Vortrag wird Lorkowski somit ursachenorientierte Forschung in Ernährungsempfehlungen integrieren und die Bedeutung dessen für die chronische, altersassoziierte Erkrankung bewusst machen.
Die Veranstaltung beginnt um 17.15 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Lorkowski
Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dornburger Straße 25, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949710
E-Mail: stefan.lorkowski@uni-jena.de
Foto: Anne Günther/FSU.























