Guten Tag, liebe Leser,
eigentlich wollte ich an dieser Stelle nicht auf die GdL – die Gewerkschaft der Lokführer – schimpfen. Streiken ist ein gutes Recht, besonders und eben auch in Deutschland. So weit ok.
Aber was die GdL-Führung da mit den Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind, macht, ist das Letzte.
Das sagt der GdL-Chef Claus Weselsky heute im Deutschlandfunk: „Sie wissen, dass wir die Streikplanung rechtzeitig bekanntgeben, anhand der Länge und auch des Beginns unserer Streikmaßnahme. Die Menschen könnten Alternativen planen und buchen.“
Und nur wenige Stunden später vermelden die Zeitungen und Online-Portale folgende Zeilen: „Die Lokführergewerkschaft GDL will die Deutsche Bahn ab Mittwoch bestreiken. Zunächst werde ab Mittwoch 15 Uhr die Arbeit im Güterverkehr niedergelegt, teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Ab Donnerstag um 2 Uhr werde auch der Personenverkehr bestreikt. Der Ausstand ende in beiden Bereichen am Montag 4 Uhr.“
Ab Mittwoch 15 Uhr. Heute ist Dienstag.
Ganz klar: Bis morgen um 15 Uhr ist genügend Zeit für alle, umzubuchen. Alternativen zu planen…
Sorry, Herr Weselsky: Das ist Verarsche!
Da frag ich mich, wann die GdL-Chefs das letzte Mal als Passagiere Bahn gefahren sind.
Das ist das Letzte, was da abgeht, weil es den Betroffenen wie Hohn vorkommen muss.
Punkt!























