Erfurt. Rad- und Fußwege müssen in Thüringen stärker entflechtet und getrennt werden. Das fordert der Thüringer Radsport-Verband (TRV). Grund sei vor allem, dass immer mehr Alltagsradler auf Elektrobikes umsteigen würden.
Von Daniel Förster (Text) + Foto (Christian Magiera)
Damit steige die Anzahl derer, die abgesehen von Radsportlern, mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind. Das machte TRV-Breitensport-Fachwart Helmut Jung in einem Gespräch mit Verkehrsminister Christian Carius (CDU) deutlich. Entsprechend diesem Trend nehme bei den jetzigen baulichen Gegebenheiten damit auch das Risiko für folgenschwere Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern zu.
Der Minister hingegen wünscht sich von den Thüringer Radsportvereinen, mit mehr Einfluss auf die Planung und die Sanierung von Radwegen zu nehmen und häufiger als bisher kritische Hinweise an die Straßenbauämter oder Kommunen zu geben.
Damit könne die Einbindung in den Straßenverkehr, der bauliche Zustand, aber auch die oft schlechte Nutzbarkeit durch unzureichende Reinigung und Instandhaltung und letzten Endes die Sicherheit verbessert werden. Anreiz für die Baulastträger könne auch ein Preis für den aus radsportlicher Sicht besten Radweg sein. Diesen wollen das Verkehrsministerium und der Thüringer Radsport-Verband in diesem Jahr zum ersten Mal ausloben. (df)

FOTO: Breitensport – Fachwart Helmut Jung (l.) vom Thüringer Radsport-Verband (TRV) übergibt ein Dankeschön – Poster an Thüringens Verkehrsminister Christian Carius
Foto: Christian Magiera, Leiter der Geschäftsstelle vom Thüringer Radsport-Verband (TRV)






















