Vermehrte Fälle von Keuchhusten in Nachbarkreisen

0
1284
Fliesenstudio Arnold

Die Gefahr einer Keuchhusten-Infektion sollten insbesondere Eltern von Säuglingen und Kleinkindern nicht unterschätzen. Dazu rät das Gesundheitsamt des Landkreises Gotha angesichts vermehrter Ansteckungen in Nachbarkreisen.

Im Landkreis Gotha werden rund vier bis sechs Fälle pro Woche der meldepflichtigen Erkrankung registriert. Keuchhusten kann vor allem bei Säuglingen, aber auch bei älteren Kindern und Erwachsenen ernste Gesundheitsschäden zur Folge haben. Selbst wenn im Kindesalter eine entsprechende Grundimmunisierung durchgeführt wurde, können Erwachsene daran erkranken, denn es gibt weder nach durchstandener Krankheit noch nach Impfung einen lebenslangen Schutz.

Keuchhusten (lat. Pertussis) gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten und ist eine hoch ansteckende, bakterielle aber auch impfpräventable Erkrankung der Atemwege. Der Erreger des Keuchhustens, Bordetella pertussis bildet Giftstoffe, die auch noch nach entsprechender Behandlung schwere Hustenanfälle im Hustenzentrum des Gehirns auslösen können. Keuchhusten wird durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckungsgefahr ist in den ersten sechs Wochen der Erkrankung am höchsten. Charakteristische Anzeichen sind krampfartige, quälende Hustenanfälle, bei denen die Betroffenen heftig und stoßweise husten und dabei fast zu ersticken scheinen.

Bei ca. zwei bis drei Wochen anhaltenden, immer wieder kehrenden Hustenanfällen sollten die Betroffenen ihren Haus- und/oder Kinderarzt aufsuchen, um die Ursache zu klären. Als Prävention empfiehlt die Ständige Impfkommission vom Robert- Koch- Institut die Grundimmunisierung im Säuglings- bzw. Kindesalter sowie eine Auffrischungsimpfung für Erwachsene. Über die möglichen Impfmaßnahmen informiert das Kreisgesundheitsamt in Gotha, Eisenacher Str. 3, zu den regulären Sprechzeiten sowie die niedergelassenen Haus- und Kinderärzte.