Zeit des Wartens ist vorbei

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Wenn heute Abend die Beleuchtung ausgeht und der Lichtkegel im Dunkel der Halle die Gesichter der Spieler sucht, endet eine mehr als fünfmonatige Zeit ohne das angenehm-nervige Quietschen von Basketball-Schuhen auf Parkett. Science City empfängt am Tag der deutschen Einheit ab 18.30 Uhr die BG Karlsruhe zum Heimspiel-Auftakt der ProA-Saison 2012/2013.

Die Partie vermittelt das Gefühl eines Klassentreffens. Schließlich haben mit Center Jeremy Black und Flügelspieler Eric Vierneisel gleich zwei Ex-Jenaer der vergangenen Spielzeit ihre Koffer gepackt um nach Baden umzuziehen. Aber auch etliche weitere Akteure der Gäste gehören zum Kreis bekannter Gesichter. Ein kurzer Blick auf die Riege der Karlsruher Leistungsträger verspricht qualitativ hochwertige Basketball-Kost. Hier sticht neben Ex-Nationalspieler Rouven Roessler, noch immer einer der besten deutschen Akteure in der ProA, vor allem der Name Stockton ins Auge. Michael Stockton, der Sohn der NBA-Legende John Stockton geht mit den Baden-Württembergern bereits in seine zweite Saison. Ein Akteur, mit dem die Thüringer keine guten Erinnerungen verbinden ist Jaivon Harris. Der wurfstarke Flügelspieler gehört mittlerweile schon zum Inventar des deutschen Zweitliga-Basketballs, erwischte bisher ausgerechnet gegen Jena fast immer glanzvolle Auftritte. Ob als Wahl-Chemnitzer, ob im Bayreuther Trikot oder als Nürnberger Anführer, wenn sich Science City eine Chance auf den Sieg bewahren möchte, gilt es die Kreise des US-Amerikaners stark einzuschränken. Der 2,04m große und extrem reboundstarke Center Dewayne Richardson komplettiert ein Gäste-Team, dass am ersten Spieltag die Kirchheim Knights, ihres Zeichens immerhin Vorjahres-Vize, mit 99:76 aus der Europahalle schoss.

Science City erwischte unterdessen in Göttingen einen gebrauchten Tag. Trotz anfänglicher Führung lief in der ersten Hälfte gegen die Niedersachsen nicht mehr viel zusammen. Am Ende unterlagen die Saalestädter mit  90:77. „Die Niederlage in Göttingen haben wir gemeinsam aufgearbeitet. Wenn es so läuft wie in diesem Spiel, kann dir das in jeder Halle passieren. Die ProA ist extrem ausgeglichen, da entscheiden Tagesform und das wachsende Selbstvertrauen nach getroffen Distanzwürfen am Ende über Sieg und Niederlage. Wir werden aus dieser Partie unsere Lehren ziehen, müssen gegen Karlsruhe defensiv stärker dagegenhalten, schneller sein als die Gäste und dürfen nicht nur reagieren. Die BG bringt viel individuelle Qualität mit, verfügt über sieben, acht Spieler, die diese Begegnung entscheiden können. Wenn man sie ins Laufen kommen lässt, hat man keine Chance. Diese bittere Erfahrung hat am Sonntag selbst der Vizemeister aus Kirchheim machen müssen“, warnt Eichler vor dem Gegner. Nichtsdestotrotz will Science City das Spiel gewinnen, rührt seit zwei Trainingseinheiten am Verteidigungs-Beton für die Partie gegen die Badener.

Aufgrund des zu erwartend hohen Verkehrsaufkommens, möchte der Verein darauf hinweisen, dass wie in den Vorjahren die Möglichkeit besteht, das Parkhaus der Kaufland-Tiefgarage zu nutzen. Das Parkhaus wird bis eine Stunde nach Abpfiff des Spiels geöffnet sein. Zuschauer und Gäste haben somit die Möglichkeit, bis gegen 21.30 Uhr ihr Fahrzeug gebührenfrei in der Tiefgarage abzustellen.

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