Thüringens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Marion Walsmann, hat 3. Juli 2011 um 14 Uhr das deutschlandweit erste Informationszentrum für Spirituellen Tourismus eines Bundeslandes eröffnet, das sich gleichermaßen an Einheimische und Gäste wendet.
„Ich freue mich sehr über diesen Ort der geballten Information, denn damit liegen wir nicht nur voll im Trend, sondern auch an der Spitze einer Bewegung. Hier in Friedrichroda können sich alle Interessierten erstmalig in Deutschland zentral an einem Punkt über das Angebot zum Spirituellen Tourismus eines Landes informieren. Das dies genau zur Lutherdekade möglich ist, ist kein Zufall. Schließlich hat sich die EKD die Belebung und Stärkung des spirituellen Tourismus als ausdrückliches Ziel für diese Festdekade gesetzt“, so Walsmann.
Mit einem Gottesdienst im Schlosspark beginnen die Einweihungsfeierlichkeiten für das Informations- und Ausstellungszentrum.
In der Tourismuswissenschaft werden seit einigen Jahren Initiativen und Projekte mit religiösem Hintergrund unter dem Fachbegriff „Spiritueller Tourismus“ zusammengefasst. Hierzu zählt der Kulturtourismus mit offenen Kirchen und Klosterstätten, mit Kirchenmusik und der Kirchengeschichte, Wander- und Radtourismus mit Pilgerwegen und Radwegekirchen, sowie der Gesundheitstourismus mit Klosterurlaub, christlichen Meditations- und Fastenkursen bis hin zu den Kneippkuren.
Das neue Zentrum wurde mit Mitteln aus dem Mauer-Fonds mit rund 330.000 Euro unterstützt. Der Mauerfonds ist ein Finanztopf, der sich aus Verkäufen ehemaliger Mauer- und Grenzgrundstücke speist. Das Geld daraus geht an die Ostländer und dient zur Unterstützung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Zwecke.
Publizier am 3. Juli 2011, 17.53 Uhr






















