Der Waltershäuser Ortsteil Schmerbach feierte vier Tage lang sein 675-jähriges Bestehen – ein Beitrag von Peter Riecke.
Geschichtsverein und Ortschaftsrat organisierten das Fest rund um das Bürgerhaus „Am Erlich“, unterstützt von Köhler-, Sport- und Feuerwehrverein. Nach der Seniorenweihnachtsfeier am Donnerstag und der offiziellen Eröffnung mit Festrede am Freitag folgte am Samstag ein Höhepunkt: historische Szenen aus der Dorfgeschichte, gespielt von Einwohnern.
Kinder trugen die passenden Jahres- zahlen in den Saal, Elisa Höhn führte durch die Inhalte. Die Szenen zeigten unter anderem, wie Schmerbach im 18. Jahrhundert einen eigenen Lehrer bekam, wie ein Bluff russische Besatzer vertrieb, eine Intrige gegen den Schultheißen scheiterte und wie der Ort nach langer Wartezeit endlich seine Poststation erhielt. Die Texte wurden von Dagmar Reißig nach alten Quellen zusammengestellt; drei der Geschichten sind dokumentiert, eine basiert auf mündlicher Überlieferung. Gesprochen wurde teilweise im „Schmabicher Platt“.
Am Sonntag spielten die Schmerbacher Blasmusikanten unter der Waldschenke vor dem Bürgerhaus auf. Ihr Repertoire umfasst rund 30 vorweihnachtliche Lieder – hörbar gut geprobt und bis in den Abend hinein dargeboten.
Während draußen Glühwein dampfte, die Feuerschale leuchtete und wärmte sowie allenthalben gute Stimmung herrschte, kam am Abend St. Nikolaus (Mario Hoffmann) mit dem Feuerwehrauto vorgefahren und verteilte Geschenke. Im Saal lockte eine Ausstellung mit Fotos, Dokumenten und den Titelbildern der bisher 20 Ortskalender erneut viele Besucher an.
Für Essen und Getränke war an allen Tagen bestens gesorgt. Viele Helfer aus allen Vereinen packten mit an. Gäste kamen nicht nur aus dem Emsetal und Waltershausen, sondern sogar aus dem Wartburgkreis.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 12 (2025)





















