Zweiter von drei Motoren für neues Heizkraftwerk geliefert

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Ein Kran hebt den zweiten Motor vor das Heizkraftwerk. Foto: Stadtwerke Gotha GmbH

Gotha (red/se, 26. April). Heute traf der zweite Motor für das neue Fernwärme-Heizkraftwerk (HKW) der Stadtwerke Gotha in der Gothaer Breiten Gasse 1 ein. Ein dritter Motor und der Heizkessel kommen 2022.

Ein Kran hat den 14 Tonnen schweren neuen Motor am Montag um 14 Uhr vom Lastkraftwagen gehoben und vor dem Gebäude in der Breiten Gasse 1 platziert. Anschließend wurde der Motor mittels Rollen in das Gebäude gebracht und positioniert. Vier weitere LKWs brachten wichtige Anschlussteile und die Abgaskomponenten, die für das Filtersystem und damit für das emissionsarme Arbeiten des Motors wichtig sind.

Die Stadtwerke Gotha planen, das fast 7 Meter lange und 2 Meter breite neue Energie-Schwergewicht aus dem österreichischen Jenbach bis zum Ende des Jahres in die Fernwärmeversorgung einzubinden. So können dann weitere Teile der Gothaer Innenstadt mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt werden. „Unsere neuen Motoren arbeiten hocheffizient und sind mit einem modernen Filtersystem ausgestattet. Sie erzeugen Strom als auch Wärme und sind daher besonders umweltfreundlich. Damit kann aus der Energie das Maximale mit einem entsprechend hohen Wirkungsgrad herausgeholt werden. Spezielle Filter sorgen für saubere Luft“, erklärt Bernd Bodlin, Leiter des Bereichs Erzeugung und Wärmenetz der Stadtwerke Gotha GmbH.

Der neue Motor ist der zweite von insgesamt dreien, die im „HKW Breite Gasse“ verbaut werden. 2022 folgen dann der dritte Motor sowie ein neuer Kessel. Im Februar 2020 wurde der erste Motor ins Kraftwerk gebracht, im Oktober  letzten Jahres startete dann der Motor den Dauerbetrieb. Dieser übernahm die Versorgung von neuen Fernwärmekunden in der Innenstadt, Mozartstraße und Stielerstraße.

Das Gebäude in der Breiten Gasse diente bisher zur Druckhaltung und wurde für den Kraftwerksbetrieb umgebaut. Wenn alle Motoren und der Kessel Platz gefunden haben, erhält das Kraftwerksgebäude auch einen neuen Anstrich.

Das Projekt „HKW Breite Gasse“ spielt bei der künftigen flächendeckenden Versorgung Gothas mit umweltfreundlicher Energie eine sehr große Rolle. Die neue Anlage schafft zusätzliche Kapazitäten für die Versorgung der Kunden in Gotha. Ab 2022 versorgt das Kraftwerk dann mit einer künftigen Gesamtleistung von 17 Megawatt mehr als 800 Wohnungen und Geschäfte mit emissionsarmer Energie. Überwacht und gesteuert wird es mit modernster Fernwirktechnik vom Heizkraftwerk Gotha-West.

Perspektivisch soll das Fernwärmenetz in Gotha geschlossen und alle drei Heizkraftwerke, Gotha-West, Gotha-Siebleben und das Heizkraftwerk Breite Gasse, als Erzeugerstandorte eingebunden werden.

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