Geschichten und Bilder der Jugendherberge Gotha gesucht

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Gotha (red/ak, 3. Mai), In Kürze wird die Baugenehmigung für die neue Jugendherberge Gotha erteilt, die an der Ecke Jüdenstraße/Klosterplatz entsteht.

Dem sind dann jahrelange Vorarbeiten vorausgegangen: Wenige Monate nach seinem Amtsantritt am 30. November 2006 soll Oberbürgermeister Knut Kreuch die Entwicklung einer Jugendherberge zur „Chefsache“ gemacht haben, schreibt Anne Konradt, die stellvertretende Pressereferentin der Stadtverwaltung.

Kreuch habe sich mit allen Hoteliers der Stadt getroffen und Zuspruch für diese Idee gefunden. Zehn Jahre später habe sich ein geeignetes Objekt gefunden. Es seien erste Gespräche mit dem Jugendherbergsverband aufgenommen worden, der die Idee begeistert aufgenommen haben soll. Gleich danach wären die Verhandlungen mit dem Freistaat Thüringen gestartet, der am 3. Juli 2018 die Genehmigungsfähigkeit und Fördermittelbereitstellung erklärt habe.

Doch erst sei es so weit: In Verantwortung der Baugesellschaft Gotha mbH sollen im Sommer 2021 die Bauarbeiten beginnen „und 2023 dürfen die ersten Gäste einziehen“, nennt Anne Konradt ein ehrgeiziges Ziel.

Bis dahin sei jedoch Zeit und anlässlich eines besonderen Jubiläums werde um die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger gebeten.

Im Jahrbuch „Gotha Illustre“, das im Herbst 2021 erscheinen werde, solle ein erster Beitrag zur Geschichte der Jugendherberge in Gotha erscheinen, denn im darauffolgenden Jahr blickt die Stadt auf „100 Jahre Jugendherberge“. Im September 1922 eröffnete in der Emminghausstraße eine Jugendherberge und empfing dort bis 1955 Gäste – dem gleichen Jahr, in dem sich die Türen im Gästehaus des Klubhauses der Jugend in der Mozartstraße öffneten, wo die für viele Gothaerinnen und Gothaer bekannte Jugendherberge bis zum Jahr 2000 untergebracht war. Seit mehr als zwei Jahrzehnten fehlt in Gotha ein solches Übernachtungsangebot für Schüler, Studierende und Familien.

Um die Geschichte der Jugendherbergen zu erforschen, sind die Gothaerinnen und Gothaer aufgerufen, sich zu erinnern und zu beteiligen: Wer kann Bilder und Geschichten aus der Gothaer Jugendherbergszeit beitragen? Wer „schloss“ die Jugendherberge Mozartstraße zu? Wer war der letzte Gast? Wer hat westdeutsche Jugendgruppen in der Jugendherberge betreut? Gibt es noch Freundschaften, die in der Jugendherberge entstanden? Wer hat Bilder, Speisepläne, Wochenarbeitspläne aus der Jugendherberge oder andere Zeugnisse vom Leben in der Jugendherberge?

Auch die Geschichte der ersten Jugendherberge ist interessant: Wer ist ein Nachkomme des Gründers der Gothaer Jugendherberge, des Oberlehrers Hermann Steinmeyer (1880-1942)? Gibt es ein Portrait oder ein Familienfoto? Wer kann sich noch an die alte Baracke der Jugendherberge erinnern, die im Kasernengarten stand, der heutigen Führerscheinstelle des Landratsamtes in der Gadollastraße?

Jeder Beitrag ist wichtig und das Büro des Oberbürgermeisters freut sich auf Mitteilung oder Zusendung. Originaldokumente gehen nicht verloren, sondern werden auf Wunsch zurückgegeben.

Kontakt:
Stadtverwaltung Gotha
Oberbürgermeister
Herr Knut Kreuch
Hauptmarkt 1
99867 Gotha
Tel.: 03621 / 222 334
E-Mail: ob@gotha.de

 

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