Bad Tabarz setzt sich für Kinder und Jugendliche ein

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Zur Unterzeichnung der Vereinbarung über die Aufnahme in den Verein erschienen neben Bürgermeister David Ortmann und der stellvertretenden Vorsitzenden Anja Siegesmund auch Entwickler verschiedener Projekte.

Die Gemeinde Bad Tabarz verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Bürgermeister David Ortmann hat dazu am 11. Juli eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ im Rathaus unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Gemeinde einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Bad Tabarz besser zu schützen, zu fördern und an öffentlichen Prozessen zu beteiligen.

Der Antrag auf Mitgliedschaft wurde vom Bürgermeister und dem Gemeinderat 2019 verabschiedet und bereits 2020 eingereicht. Nach bisherigen Prüfungen scheiterte Bad Tabarz nur knapp an den Standards des Vereins. Daraufhin legte die Gemeinde nach und konnte sich jetzt über die Zusage der „Kinderfreundlichen Kommune“ freuen. Die Gemeinde Bad Tabarz ist nach Nordhausen die zweite Kommune in Thüringen, die dem Vorhaben beitritt.

Bürgermeister David Ortmann betonte die Bedeutung der „Kinderfreundlichen Kommune“ für die Gemeinde Bad Tabarz: „Viele Regionen in Thüringen und Gemeinden im Landkreis Gotha leiden unter dem demografischen Wandel. Zum einen bluten sie durch Wegzug aus, zum andere schreitet die Überalterung weiter voran. Mit unseren Vorhaben für Kinder und Jugendliche können und konnten wir bereits junge Familien anlocken. Wo das Angebot stimmt – egal ob Gesundheit, Bildung, Beruf oder Verkehrsinfrastruktur – da ziehen die Menschen hin.“

Bisherige Programme der Gemeinde umfassen zum Beispiel die Verfügbarkeit eines Freizeitpasses für Jugendliche bis 16 Jahren, ein eigenes Angebot an gesundem Mittagessen für Schulen und Kindergärten, ein Jugendparlament, Projekte zwischen Bad Tabarz und der ThiNKA – etwa in Form von AGs mit Schülern – sowie die Herstellung und Pflege von kinderfreundlichen Freizeitflächen.

Anja Siegesmund, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“, sagte: „Wir freuen uns, die Gemeinde in unserem Programm begrüßen zu dürfen. Mit der Teilnahme an diesem Vorhaben unterstreicht Bad Tabarz die Bedeutsamkeit der Belange der Kinder und Jugendlichen vor Ort. Das Ziel der Gemeinde ist es, die Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien zu verbessern und ein ausgeprägteres Miteinander von Generationen zu ermöglichen. In der derzeitig schweren finanziellen Lage vieler Kommunen ist es nicht selbstverständlich, dass große Investitionen in mehr Kinderfreundlichkeit getätigt werden.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft drei Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr bereitet die Gemeinde unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach einer Bestandsaufnahme den Aktionsplan vor. Auf den Beschluss dieses Plans durch das Kommunalparlament folgt die Prüfung des Maßnahmenpapiers durch den Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ und dieser vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es sei zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung Bad Tabarz und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein begleitet den gesamten Prozess zur lokalen Umsetzung von Kinderrechten in Städten, Gemeinden und Landkreisen.

Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ angeschlossen. Damit hat Bad Tabarz Zugang zu einem enormen Netzwerk für den Austausch und die Beratung.

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