Bahnhof im Fokus: Baustart am Gothaer Hauptahnhof für April geplant

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Der Hauptbahnhof der Residenzstadt Gotha. Foto: A. Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace)

Im März 2021 kaufte die Stadt über die Baugesellschaft Gotha mbH den Bahnhof von einem privaten Investor zurück. Dabei floss kein Geld, sondern ein Tausch des Grundstücks mit einem anderen fand statt. Ein Wunsch von Oberbürgermeister Knut Kreuch war es damals, den Bahnhof zum Jubiläumsjahr „1250 Jahre Gotha“ fertig zu stellen. So aber ist es nicht gekommen.

Vor wenigen Tagen stellte der Oberbürgermeister nun den Fahrplan für den Bahnhof vor. „Der Baustart soll im April erfolgen. Wir stellen Baukräne und werden den Zugang zum Gebäude einschränken“, erklärte Kreuch. Damit sei der Weg frei, für umfangreiche Maßnahmen und der Betrieb müsse gleichzeitig nicht eingestellt werden.

Seit dem Kauf des Geländes durch die Stadt ist viel geschehen, wenn auch nicht immer sichtbar für Kunden oder Einwohner. „Es sind Unmengen an Planungsbüros beteiligt. Wir produzieren massenweise Papier, um allen Sicherheitsstandards und Vorgaben gerecht zu werden“, beklagte sich Kreuch. 2025 reichten die Stadt und die Baugesellschaft die Unterlagen für ein Planrechtsverfahren beim Eisenbahnbundesamt ein. Am 15. Januar 2026 wurde die Genehmigung nun erteilt. „Jetzt fehlt nur noch der Fördermittelbescheid des Freistaats Thüringen und dem Umbau stehe nichts mehr im Weg“, so Kreuch. Dabei sei wichtig: „Alle Kostenberechnungen müssen bis auf den letzten Centbetrag stimmen. Sollten die Ausgaben im Verlauf steigen, müsste die Stadt ihre Eigenanteile erhöhen und könnte keine erneute Förderung beantragen!“

Wie der neue Bahnhof aussehen wird, steht noch in den Sternen. Was ausreichend vorhanden ist, sind Pläne. Das Diakoniewerk Gotha wird als Hauptmieter Läden und Stände betreiben. Die Angestellten sollen aus dem Bodelschwingh Hof aus Mechterstädt kommen.

Zur Eröffnung der neuen Jugendherberge bekräftigte der Oberbürgermeister jüngst die Notwendigkeit eines barrierefreien, lebendigen und ansehnlichen Bahnhofsgebäudes. „Zusammen mit der Jugendherberge bildet der Hauptbahnhof ein umfassendes touristisches Konzept.“

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 1 (2026)

1 KOMMENTAR

  1. Wow … eine journalistische Glanzleistung: „… Am 15. Januar 2026 wurde die Genehmigung [vom EBA] nun erteilt … Wie der neue Bahnhof aussehen wird, steht noch in den Sternen. Was ausreichend vorhanden ist, sind Pläne …“
    Zur Genehmigung (nicht nur) des EBA gehören immer auch die Pläne des Aussehens eines Objektes!

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