Biografische Skizze der letzten Herzogin von Sachsen-Gotha-Altenburg  

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Biografische Skizze erschienen für Caroline Amelie. Foto: Lutz Ebhardt

Gotha (red, 9. Juli). Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch hat eine biografische Skizze über Caroline Amelie Prinzessin von Hessen-Kassel geschrieben.

Deren 250. Geburtstag jährt sich am 11. Juli. Sie war die zweite Ehefrau des Erbprinzen Emil August von Sachsen-Gotha-Altenburg und damit Schwiegertochter von Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1747-1804).

Caroline Amelie kam 1802 nach Gotha. Ernst II. schätzte seine Schwiegertochter weil sie „…ihrer Stieftochter Luise eine sorgsame, echt mütterliche Pflege angedeihen ließ, die unter ihrer Aufsicht zusehends gedieh und schon damals zu versprechen begann, was sie später gehalten hat: nämlich eine blühende Rose an Schönheit und Bildung unter Deutschlands Prinzessinnen“.

1804 wurde aus dem Erbprinzenpaar das neue Herzogspaar von Gotha und bis zum Tod ihres Mannes 1822 begann unter der Fürsorge von Caroline Amelie eine regelrechte Blüte der Stadt. In Erinnerung an ihre Geburtsstadt Kassel wurden die alten Wallanlagen entfernt und es entstanden große breite Straßen, dicht von Bäumen besäumt, die Gotha ein stattliches Gepräge verschafften. Sie holte Louis Spohr als Kapellmeister nach Gotha, ließ das Deutsche Musikfest mit Carl Maria von Weber organisieren, gab der Malerin Louise Seidler lukrative Aufträge, förderte den Aufbau einer Kleinkinderbewahranstalt und den Bau einer Schule zur Ausbildung von Frauen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Fünf Herzöge sollte die Herzogin erleben, zuerst ihren Schwiegervater Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, dann ihren Mann Emil August, dem folgte ihr Schwager Friedrich IV. von Sachsen-Gotha-Altenburg und 1826 gelang es ihrem Schwiegersohn Ernst, trotz der Trennung von der Tochter den Landesteil Gotha mit seinem reichen Erbe zu vereinen und es entstand das neue Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, wo zuerst ihr Schwiegersohn als Herzog Ernst I. und ab 1844 ihr Enkel Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha regierten.

Caroline Amelie starb in Gotha als Letzte eines großen Namens am 22. Februar 1848, dem Tag des Ausbruchs der Februarrevolution in Paris. Sie fand am 26. Februar auf der Begräbnisinsel im Englischen Garten der Gothaer Parklandschaft ihre letzte Ruhe.

Die Stadt Gotha ehrte sie mit der Sanierung des Winterpalais und dessen Auszeichnung als „Bibliothek des Jahres 2020 in kleinen Kommunen und Regionen“, wo der Karolinenhof gern zum Lesevergnügen einlädt.

Die biografische Skizze mit Texten von Knut Kreuch und sechs Zeichnungen von Natali Schmidt ist zum Preis von 3,50 Euro im „Gotha adelt“-Laden erhältlich.

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