CDU-Abgeordnete Marion Rosin äußert sich: „Geld kommt ernst in einem Vierteljahr“

0
132
Marion Rosin, CDU-Abgeordnete im Thüringer Landtag
Fliesenstudio Arnold

Die Situation ist ernst: Immer mehr verzweifelte Eltern wenden sich an die Gothaer CDU-Politikerin Marion Rosin. Das geht aus einer Meldung des Bürgerbüros der Thüringer Landtagsabgeordneten hervor.

Der Grund sind teils dramatisch lange Wartezeiten beim Elterngeld – ausgerechnet in einer Lebensphase, in der Familien auf schnelle Unterstützung existenziell angewiesen sind. „Was ich derzeit aus Gesprächen höre, ist alarmierend. Familien stehen finanziell unter Druck, weil das Elterngeld viel zu spät kommt“, erklärte Marion Rosin.

Eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten bringt nun ans Licht, was viele Betroffene bereits erleben: Der Landkreis Gotha gehört seit Jahren zu den Regionen mit den längsten Bearbeitungszeiten in Thüringen. Im Jahr 2025 mussten Eltern hier im Durchschnitt bis zu 99 Tage auf ihren Bescheid warten – mehr als doppelt so lange wie in vielen anderen Regionen.

Zum Vergleich: Thüringenweit liegt die durchschnittliche Bearbeitungszeit bei lediglich 33 bis 41 Tagen. „Das ist ein unhaltbarer Zustand. Während anderswo zügig geholfen wird, werden Eltern in Gotha im Stich gelassen“, so Rosin deutlich.

Die SPD-Sozialministerin Schenk führt die Missstände auf Personalmangel, IT-Probleme und organisatorische Schwierigkeiten zurück. Selbst ein Umzug des Jugendamtes habe die Bearbeitung zusätzlich verzögert. Eine Verbesserung wird frühestens im Laufe des Jahres 2026 in Aussicht gestellt. Für Rosin ist das zu spät: „Familien können nicht monatelang warten. Mieten, Einkäufe, laufende Kosten – das alles lässt sich nicht aufschieben. Hier geht es nicht um Bürokratie, sondern um die Existenz von Familien.“

Die CDU-Politikerin fordert den SPD-Landrat Eckert auf, in der Verwaltung die notwendigen Weichen zu stellen: Es brauche eine kurzfristige personelle Verstärkung in der Elterngeldstelle, eine klare Priorisierung der Antragsbearbeitung sowie endlich funktionierende digitale Verfahren, um die Abläufe spürbar zu beschleunigen und Familien schnell und zuverlässig zu unterstützen. „Es darf nicht sein, dass bürokratische Hürden und Verwaltungsprobleme auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden“, betonte Rosin. “Eltern in einem familienfreundlichen Landkreis brauchen jetzt Unterstützung – nicht irgendwann.“ Ob eine Verwaltung gut arbeitet oder schlecht, liegt in der Verantwortung des Landrates.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT