Chancen nicht nur für Erstplatzierte

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Menantes-Büste Pfarrhof Wandersleben (Foto: Dirk Koch)
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Am längsten Tag des Jahres 2025, dem 21. Juni, ist es soweit: Der Menantes-Literaturpreis für erotische Dichtung wird bereits zum 9. Male vergeben, wie Pfarrer Bernd Kramer vom Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Wandersleben mit Freude und Spannung erläutert.

Der 1680 in Wandersleben geborene Christian Friedrich Hunold erreichte zu seiner Zeit als Autor eine große Popularität und veröffentlichte seine Werke unter dem Pseudonym Menantes. Dabei wirkte er längere Zeit in Hamburg. Der Zeit entsprechend genossen Liebe und Erotik einen besonderen Stellenwert in seinen Veröffentlichungen. Das „Galante“ stand hoch im Kurs.
Pfarrer Kramer ist sich sicher, dass Menantes, seine Dichtungen und der Wettbewerb zum Thema erotischer Dichtung selbstverständlich ins Programm einer Kirchgemeinde gehören. In der Bibel ist von Erotik doch einiges zu lesen, man denke nur an das Hohelied Salomos. Wie immer sind auch diesmal nur Einsendungen in Papierform erlaubt, denn das hat Tradition und Zukunft. Pfarrer Kramer betont, dass die Zahl der Einsendungen bereits Mitte März schon sehr hoch lag und die unterschiedlichsten Beiträge in allen möglichen Facetten aufweist. „Dabei bekommen nicht nur die Gewinner eine Chance. So werden 30 Beiträge ausgewählt, die im Herbst 2025 in einer Anthologie erscheinen, die stets stark nachgefragt wird. Sie wird am 12. November 2025 im Haus Dacheröden vorgestellt und ist ein Programmpunkt der Erfurter Herbstlese“ Am 31. März ist nun bereits Einsendeschluss und die Jury wird die Zeit bis in den Juni auch benötigen, aus den umfangreichen Texten auszuwählen. „Das fällt nie leicht“, betont Pfarrer Kramer. Aktuell stapeln sich 395 Einsendungen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien, Marokko, England, Irland, Norwegen und Kanada für die Preisentscheidung.
„Erfahrungsgemäß gehen viele Beiträge erst kurz vor Fristende ein“, so wird die Zahl der Texte und Gedichte auf jeden Fall noch wachsen.
Doch nicht nur rund um den Literaturpreis ist die Menantes-Literaturgedenkstätte im Pfarrhof Wandersleben interessant. Aktuell wird z.B. eine Ausstellung dazu gezeigt, wie das einst weitbekannte Leinen in der Papier- und Buchherstellung Verwendung fand. Ein Besuch lässt sich z.B. gut ins schulische Bildungsprogramm integrieren und zeigt ganz neue Aspekte des gedruckten Literarischen.
Von Mai bis Erntedank ist die Gedenkstätte regelmäßig am Wochenende von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Sonst kann ein Besuch mit Voranmeldung erfolgen.
Telefon: 036202/90595

Mail: info@menantes-wandersleben.de

(Dirk Koch)

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