Corona-Studie zu psychischer Belastung von Kindern

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Die Studie "Corona und Psyche" besagt, dass sich die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen im Herbst 2021 leicht verbessert haben. Foto anaterate/Pixabay

Gotha (red/uke, 12. Februar). Weitere Ergebnisse zur Studie „Corona und Psyche“ des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) unter Federführung von Prof. Ulrike Ravens-Sieberer liegen vor.

Mit der Studie untersuchen die UKE-Forschenden die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie auf die seelische Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Sie haben dafür nach den Sommerferien von Mitte September bis Mitte Oktober 2021 mehr als 1.100 Kinder und Jugendliche und mehr als 1.600 Eltern mittels Online-Fragebogen befragt. Die Befragten bildeten die Bevölkerungsstruktur von Familien mit Kindern im Alter von 7 und 17 Jahren ab.

Ergebnisse der Studie
Trotz geöffneter Schulen und zugänglicher Freizeitangebote sei die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich durch die Corona-Pandemie psychisch belastet fühlen, weiterhin hoch.

Zwar hätten sich das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen leicht verbessert, jedoch litten noch immer mehr Kinder und Jugendliche unter psychischen Auffälligkeiten als vor der Pandemie.

Erneut seien vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien besonders betroffen.

„Nach einer langen Phase der Belastung zu Beginn der Pandemie haben sich die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen im Herbst 2021 leicht verbessert. Die Zahlen sind im Vergleich zu präpandemischen Daten zwar immer noch hoch, wir wissen aber auch, dass nicht alle Kinder, die belastet sind, mit einer Angststörung oder Depression reagieren. Die meisten Kinder und Jugendlichen werden die Krise vermutlich gut überstehen. Das gilt vor allem für jene aus stabilen Familienverhältnissen. Familie ist und bleibt eine der wichtigsten Ressourcen, um gut durch die Pandemie zu kommen. Wir merken aber auch, dass das Ende der strikten Kontaktbeschränkungen, die Öffnung der Schulen sowie der Sport- und Freizeitangebote zum psychischen Wohlbefinden und zur Steigerung der Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen beitragen“, fasst Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer, Leiterin der Studie, deren aktuellen Ergebnisse zusammen.

Der ausführliche Bericht mit Grafiken hier.

 

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