Die gute Nachricht: Kirche St. Viti in Brüheim erhält einen Fördervertrag

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Dank ihres Dorfkirchenfonds kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr erneut Renovierungsmaßnahmen an der Kirche St. Viti in Brüheim mit einem Fördervertrag unterstützen. Diesmal stehen 15.000 Euro für die Putzarbeiten am Turm bereit.

Auf diese Weise leistet die DSD ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Die St. Vitikirche gehört seit 2017 zu den rund 500 Objekten, die die private DSD dank Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte. Bislang half die spendensammelnde Denkmalschutzstiftung der Gemeinde bei den Arbeiten am Dach und am Kirchenschiff mit 40.000 Euro.

Brüheim liegt 12 Kilometer nordwestlich von Gotha. Die Kirche St. Viti markiert den alten Ortskern seit dem Mittelalter. Sie wurde 1818 weitgehend umgestaltet. Vom Ursprungsbau erhalten ist der Chorturm, erkennbar an der asymmetrischen Anordnung an der Ostseite. Eine Apsis existiert nicht. Der Eingang befindet sich an der Westseite. Das Langhaus des Saalbaus deckt ein einfaches abgewalmtes Satteldach, ein sogenannter Krüppelwalm.

Das Innere des an drei Seiten mit zweigeschossigen Emporen versehenen Raums überfängt ein Muldengewölbe. Farbreduzierte Strenge prägt den frühklassizistischen Innenraum. Aus dem Mittelalter, vermutlich dem 13. Jahrhundert, blieben der Taufstein mit Rundbogenfries und ein Kruzifixus erhalten.

Statische Schäden an der Dachkonstruktion von St. Viti, Mauerwerksrisse, Abbrüche der Stuckgesimse und Schäden an den Natursteinelementen waren dringend zu beheben. Hinzu kamen die leicht ins Auge fallenden großflächigen Putzschäden. Zunächst wurde 2017 und 2018 das Mauerwerk an den Süd-, Ost- und Nord-Fassaden statisch ertüchtigt und die Risse oberhalb der schlanken, hohen Fensteröffnungen aus der Barockzeit durch Einbohren von Längsankern saniert. Die Stabilisierung des Mauerwerks und die Reparatur und Teilerneuerung der Werksteine aus Sandstein an den Gewänden und im Sockelbereich folgten. Die farbliche Fassung wählte man nach den Befundstellen. Danach standen weitere Dach- und Mauerwerksarbeiten an. Nun folgen die Maßnahmen am Turm.

Foto: Mertesacker

Fliesenstudio Arnold

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