Die Sonderausstellung „Das Puschkin-Museum Moskau zu Gast“ ist beendet

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Impressionen aus der Ausstellung. © Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Am Sonntag, 27. August, haben sich die Türen der Sonderausstellung „Das Puschkin-Museum Moskau zu Gast – Meisterwerke der französischen Kunst“ im Herzoglichen Museum Gotha geschlossen. 23.224 Besucher haben sich seit der Eröffnung am 14. Mai die Gemälde und Grafiken von großen Künstlern wie Claude Lorrain, Nicolas Poussin, François Boucher und Jacques-Louis David angesehen. Aufgrund des großen Interesses und um den Besuchern des Barockfestes am vergangenen Wochenende einen Besuch der Ausstellung zu ermöglichen, war die Ausstellung um zwei Wochen verlängert worden.

Das Ausstellungsprojekt war ein weiterer Meilenstein der engen Beziehungen zwischen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und ihrem russischen Kooperationspartner, dem Staatlichen Museum für Bildenden Künste A. S. Puschkin. Der Gothaer Ausstellung war im vergangenen Jahr die Schau „Die Cranach-Familie – Zwischen Renaissance und Manierismus“ in Moskau vorausgegangen, in deren Fokus auch Werke aus Gotha standen – darunter auch 1946 kriegsbedingt nach Moskau verbrachte Gemälde. Da die Moskauer Ausstellung aus rechtlichen Gründen nicht in Deutschland gezeigt werden kann, hatte sich die russische Seite dazu entschlossen, Meisterwerke der französischen Kunst nach Gotha zu entsenden.

Die Schau stand unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel, Bundesminister des Auswärtigen, der sich über das Projekt wie folgt äußert: „Gotha setzt mit diesem Projekt ein Exempel. Die Stadt hat bewiesen, was zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement erreichen können. Herausgekommen ist ein deutsch-russisches Ausstellungsprojekt, das man gar nicht genug würdigen kann.“ Unterstützt und gefördert wurde die Schau vom Auswärtigen Amt, dem Freistaat Thüringen und zwei Sponsoren, der WSD GmbH und dem Unternehmer Viacheslav Anatolievich Volodin.

Noch sind die Kuratoren der Ausstellung, Dr. Timo Trümper und seine beiden russischen Kolleginnen Anna Sulimova und Nataliya Vedeneeva, mit Hochdruck dabei, den Leihverkehr abzuschließen und die französischen Meister wieder wohlbehalten an ihre angestammten Plätze an den Wänden der Moskauer Dauerausstellung zu bringen. Man denkt aber bereits weiter, denn beide Häuser sind sich sicher: Man will im Gespräch bleiben und auch in Zukunft einen ganz eigenen, kulturellen Beitrag zum russisch-deutschen Dialog liefern.

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