Gelbe Tonne hat sich im Landkreis Gotha bewährt

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Bild: Serdar Ablak / Pixabay

Landratsamt zieht drei Jahre nach der Umstellung positive Bilanz

Aufgerissene Gelbe Säcke und Joghurtbecher, Plastikflaschen oder Styroporverpackungen, die verstreut auf Straßen und Grundstücken liegen: Durch die Umstellungen vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne gehören diese Bilder im Landkreis Gotha seit drei Jahren der Vergangenheit an. Im Oktober 2019 waren die ersten Tonnen in den Städten und Ortschaften ausgeliefert worden. Mittlerweile sind im Landkreis rund 46.500 240-Liter-Tonnen im Einsatz. Hinzu kommen ca. 1.000 Behälter mit einem Füllvolumen von 1.100 Litern, die in großen Wohnanlagen genutzt werden.
„Anfangs mussten wir schon noch Überzeugungsarbeit leisten.”, sagt Landrat Onno Eckert rückblickend. „So hatten einige Bürgerinnen und Bürger beispielsweise Sorge, dass die neuen Tonnen nicht ausreichen würden. Inzwischen haben sich die Bedenken aber weitestgehend gelegt und die Vorteile der Tonnen überwiegen deutlich. Dazu gehört neben dem Umweltaspekt auch, dass die Bürgerinnen und Bürger die zum Teil unangenehm riechenden Säcke nicht mehr in ihren Kellern oder Garagen lagern müssen.”

Immer noch Gelbe Säcke in den Schubladen

Auch drei Jahre nach der Einführung der Gelben Tonne scheinen noch so einige Gelbe Säcke in den Schubladen der Bürger:innen zu schlummern. Zum einen werden sie immer noch als Müllsäcke genutzt, die dann in den Gelben Tonnen landen. Zum anderen kommt es hin und wieder vor, dass gefüllte Gelbe Säcke am Abfuhrtag neben der Tonne liegen, beispielsweise weil die Tonne selbst nicht ausgereicht hat. Um Platz in der Tonne zu sparen, empfiehlt der Kommunale Abfallservice, der im Landkreis Gotha als Eigenbetrieb des Landkreises, die Abfallentsorgung betreibt, die Verpackungsabfälle lose in die Tonne zu geben. Mit einer 240-Liter-Tonne sollte demnach in der Regel ein Haus/Haushalt mit bis zu fünf Personen auskommen. Bei mehr als fünf Personen oder wenn es die Umstände des Einzelfalles rechtfertigen, kann eine weitere Tonne aufgestellt werden. Und sollte nach einer Familienfeier oder bei großen Neuanschaffungen doch mal nicht genügend Platz im Behälter sein, haben die Bürger die Möglichkeit, Verpackungsmüll kostenfrei in den Wertstoffhöfen abzugeben.

Menge an Verpackungsmüll nahezu konstant

Im Jahr 2022 haben die Einwohner des Landkreises Gotha insgesamt rund 5.600 Tonnen an Leichtverpackungen entsorgt (2021: ca. 5.800 Tonnen, 2020: 5.331 Tonnen). Das entspricht pro Kopf rund 41 Kilogramm (2021: 43 Kilogramm, 2020: 40 Kilogramm).
Zu den Verpackungen, die in der Gelben Tonne entsorgt werden dürfen, gehören zum Beispiel leere Getränkekartons wie Tetra Paks, Getränkeeinwegflaschen ohne Pfand, Ketchup- und Mayonnaiseflaschen, Joghurt-, Quark- oder Margarinebecher sowie Kunststoffschalen für Obst und Gemüse oder auch Styroporverpackungen. Eine Übersicht dazu, was in die Tonne darf und was nicht, gibt es sowohl in der Abfall-App des Landkreises Gotha als auch im Merkblatt auf der Website www.abfallservice-gotha.de.

Kommunaler Abfallservice als Ansprechpartner

Bei Fragen zur Mülltrennung, den Abfallgebühren oder -bescheiden, steht der Kommunale Abfallservice mit seinen rund 40 Mitarbeitenden Rede und Antwort.
Bürger können sich zu den Servicezeiten telefonisch unter 036259 31129 und per E-Mail an info@abfallservice-gotha.de mit dem Team in Verbindung setzen oder aber persönlich ins Verwaltungsgebäude nach Wipperoda, An der Hardt 1, kommen.

Der Kommunale Abfallservice nimmt als Eigenbetrieb vielfältige Aufgaben war. Dazu gehören der Betrieb von sieben Wertstoffhöfen und einer Deponie in Wipperoda, aber auch das Bewirtschaften von Rest- und Biomülltonen sowie das Beräumen von Natur, Flur und Sammelplätzen, wenn dort Müll illegal abgelegt wurde. Darüber hinaus erhebt und vereinnahmt er Gebühren und erstellt mit Blick auf die Abfallentsorgung Kalkulationen, Planungen sowie Satzungen.

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