Holz vom Besten für Möbel vom Feinsten

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Foto: Dr. Horst Sproßmann Die aktuell anzutreffenden, ausgedehnten Wälder im Freistaat sind das Ergebnis nachhaltiger Forstwirtschaft. Heute sind Thüringens Wälder wieder alt, vorratsreich und naturnah – nicht trotz, sondern wegen Ihrer behutsamen forstlichen Nutzung.

Zur 29. Laub- und Nadelholzsubmission bei Erfurt wurden nach Angabe von ThüringenForst insbesondere Eichen- und Eschenholz verkauft. Hohe Wertschätzung durch holzverarbeitendes Gewerbe. Forststaatssekretär Dr. Sühl: Klimaschutzwirkung durch nachhaltige Holznutzung immer wichtiger

Bei der 29. Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission der Landesforstanstalt in Erfurt-Egstedt wurden insgesamt 1.109 Festmeter (2019: 2.250 Fm) hochwertiges Säge- und Furnierholz angeboten. Die Qualitätsauswahl fand hohe Wertschätzung beim holzverarbeitenden Gewerbe. Das macht aus den schweren Stämmen feinste Holzmöbel, edle Holzdecken, strukturreiche Bodenparkette, perfekt furnierte Türen bis hin zu  Holzteilen und Intarsien für die Restaurierung hölzerner Kulturgüter. Selbst Hersteller hochwertiger Eichenfässer für die Lagerung edler Rotweine haben die Erfurter Submission auf ihrer Einkaufsliste. Die beteiligten Waldbesitzer veräußerten Holz im Gesamtwert von rund 450.000 Euro (2019: 580.000 Euro) aus 13 Thüringer Forstämtern, der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Nordthüringen und zwei sachsen-anhaltinischen Forstbetrieben.

Künftig mehr und artenreichere Laubhölzer aus Thüringens Wäldern

„Die Holzsubmission ist für die Vermarktung besonders wertvoller Bäume aus Thüringens Wäldern von großer Bedeutung – gerade für unsere klimastabilen Zukunftswälder“, sagte Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Der Waldumbau hin zu artenreichen und klimaangepassten Mischwäldern wird künftig immer mehr Laubhölzer in immer größerer Artenvielfalt auf den Markt bringen. Umso wichtiger ist es, sich auch vermarktungsstrategisch auf diese Entwicklung einzustellen. „Die Wertholzsubmission wird mittel- bis langfristig immer wichtiger für die rund 180.000 Waldbesitzer im Freistaat Thüringen, die alle dieses nunmehr seit fast 30 Jahren bestehende Vermarktungsformat nutzen können“, so Gebhardt weiter. Der diesjährige Rückgang der Vermarktungsmenge auf rund die Hälfte des Vorjahres führt der ThüringenForst-Vorstand auf die Krisensituation, hervorgerufen durch zwei direkt aufeinanderfolgende Trockenjahre, zurück. Sturm-, Dürre- und Borkenkäferschäden belasten die betroffenen Waldeigentümer bis an ihre Grenzen.

Soll man zum Schutz des Waldes nicht besser auf die Holznutzung verzichten?

Auf keinen Fall! Das Wälder klimaschädliches CO2 speichern, ist nur ein vergleichsweise kleiner Teil des Beitrags, den unsere Wälder zur Klimarettung leisten. „Wälder, die forstwirtschaftlich genutzt und gepflegt werden, senken den CO2-Gehalt der Luft – gleichsam in einem kontinuierlichen Kreislauf. Noch viel wichtiger für den Klimaschutz ist hingegen folgende Tatsache: Mit den Holzprodukten ersetzt man andere Produkte aus Kunststoff, Metall und Beton, deren Herstellung viel Energie verbraucht und das Klima belastet. Dieser Klimaschutz-Effekt ist etwa doppelt so groß, wie die Klimaschutzeffekte durch den Wald selbst und dessen verbaute Holzprodukte zusammen“, so Forststaatssekretär Dr. Klaus Sühl.

„Auch die 29. Laub- und Nadelholzsubmission der Landesforstanstalt trägt also zu einem praktischen Klimaschutz durch nachhaltige Holznutzung bei. Ein Klimaschutzbeitrag, der den Waldbesitzer nichts kostet – im Gegenteil: Die überschüssigen Erlöse können wieder in die Pflege der heimischen Wälder investiert werden“, so Dr. Sühl abschließend.

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