Landkreis Gotha: Kaum Risiko, hier arbeitslos zu werden!

0
487

Die gute wirtschaftliche Situation im Landkreis Gotha führt dazu, dass das Risiko arbeitslos zu werden, deutlich gesunken ist. Das meldete die Agentur für Arbeit Gotha heute in einer Pressemitteilung.

Nach Angaben der Agentur meldeten sich von Juli 2015 bis Juni 2016 rund 10 Prozent weniger Beschäftigte arbeitslos. Das Risiko seinen Job zu verlieren ist besonders hoch in der Zeitarbeit. Von den 5.269 Beschäftigten, die ihre Arbeit verloren, war jeder Dritte vorher in der Arbeitnehmerüberlassung tätig. 13 Prozent übten eine Tätigkeit im verarbeitenden Gewerbe, jeweils 10 Prozent in Bereich Bau und Handel aus. Am sichersten sind die Beschäftigungsverhältnisse im Öffentlichen Dienst, bei Erziehung und Unterricht, bei der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie im Bereich Information und Kommunikation.

Im selben Zeitraum sank die Chance aus der Arbeitslosigkeit heraus einen neuen Job zu finden um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch konnten insgesamt 4.492 Arbeitslose eine neue Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt aufnehmen. Die meisten in der Zeitarbeit (35,7 Prozent), gefolgt von dem verarbeitenden Gewerbe (10 Prozent), dem Handel (9,5 Prozent), dem Gesundheits- und Sozialwesen (7,8 Prozent) und dem Baugewerbe (7,5 Prozent).

„Die Zeitarbeit ist für viele Arbeitslose das Sprungbrett in eine neue Beschäftigung. Insbesondere Jugendlichen, die noch keine oder nur wenig Berufserfahrung haben, bietet die Zeitarbeit gute Chancen. Jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahren fand eine erste Beschäftigung in der Zeitarbeit. Auch für Schwerbehinderte, Langzeitarbeitslose und Menschen über 55 Jahren ermöglicht die Arbeitsnehmerüberlassung neue Beschäftigungsfelder“, sagte Ivo Dauksch, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Gotha.

Jede dritte Arbeitsaufnahme bei Langzeitarbeitslosen, Schwerbehinderten und Älteren wurde in der Zeitarbeit realisiert. Die meisten neu begonnenen Beschäftigungsverhältnisse waren auch stabil, denn nach 6 Monaten waren noch 80 Prozent und nach 12 Monaten 70 Prozent sv-pflichtig beschäftigt.

„Erfreulich ist, dass die meisten ehemaligen Arbeitslosen eine Tätigkeit im Landkreis Gotha gefunden haben. Zwei von Drei üben ihre Tätigkeit wohnortnah aus. Rund 30 Prozent gehen einer Beschäftigung in Thüringen nach und weniger als 9 Prozent fahren zur Arbeit in ein anderes Bundesland“, stellte Ivo Dauksch fest.

Im Landkreis Gotha sind 47.960 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

MSB Kommunikation

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT