
Bei der nächsten WunderBAR am Donnerstag, 2. Juli, geht’s ums Essen – genau genommen um das Essen vor der Kamera. Das geht aus einer Meldung der Friedenstein Stiftung Gotha hervor.
„Mukbang“ nennt sich der virale Video-Trend aus Südkorea, bei dem sich Menschen filmen, wie sie übergroße Portionen verzehren oder Gerichte live verkosten. In der Wunderkammer Friedenstein erzählen die Künstlerinnen Julia Gruner und Liza Dieckwisch von ihrem Vorhaben, die Grenzen zwischen Malerei, Materialität und Konsum zu untersuchen.
Das Künstlerinnen-Kollektiv hat im Jahr 2018 bei einem Residenzaufenthalt in Seoul (Südkorea) die YouTube-Reihe „Artist Mukbang“ ins Leben gerufen. Ausgangspunkt ist jeweils eine Speise, an deren Farbigkeit und Konsistenz sich das restliche Setting orientiert. Neben den Videos entstehen raumgreifende, oft knallig farbige Installationen, die das Thema „Essen als Kunst“ physisch erlebbar machen.https://www.youtube.com/channel/UCJ4Z6Aj8jn4WotwtntDLHfA
Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr, Ende ist gegen 22 Uhr. Der Eintritt zum Gespräch mit den beiden Künstlerinnen in der Wunderkammer Friedenstein ist frei, um eine Anmeldung unter der E-Mail wunderkammer@friedenstein-stiftung.de wird gebeten.
Die WunderBAR schaut über den musealen Tellerrand und möchte Menschen erreichen und für den Friedenstein begeistern, die ihren Weg bisher nicht dorthin gefunden haben. An jedem ersten Donnerstag im Monat lädt die Wunderkammer Friedenstein am Gothaer Hauptmarkt zu Performance, Gespräch, Konzert und lockerem Austausch. Sie wird zu einem Ort für künstlerisches, gesellschaftliches Handeln und schafft neue Aktions- und Erfahrungsmöglichkeiten. Gefördert wird das Format durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Projekts „Open Friedenstein!“.
Liza Dieckwisch (* 1989 in Kiel) studierte Malerei bei Katharina Grosse an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie zeigte ihre Arbeiten u.a. im Museum für Neue Kunst Freiburg, im Kunstpalast Düsseldorf, im Neuen Wuppertaler Kunstverein und im Museum Kurhaus Kleve. Ihre Arbeiten wurden mit verschiedenen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Liza Dieckwisch lebt und arbeitet in Düsseldorf und Kiel. Weitere Informationen zu der Künstlerin gibt es unter https://liza-dieckwisch.de/.
Julia Gruner lotet in ihrer künstlerischen Arbeit die Grenzen des Mediums Malerei aus. Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist hierbei die experimentelle Erforschung des Materials Farbe in ihren chemischen, physikalischen und materialästhetischen Eigenschaften. Dabei fließen naturwissenschaftliche, kunsthistorische und wahrnehmungstheoretische Überlegungen genauso in die Arbeit ein wie alltägliche Dinge. Sie studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Katharina Grosse, sowie Illustration und Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg. Ihre Arbeiten wurden mit verschiedenen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mehr zu Julia Gruner unter https://juliagruner.com/.


















