Der Ohrdrufer Kindergarten „Kleine Rasselbande“ wurde in den vergangenen acht Jahren Stück für Stück saniert. Ein letzter Bauabschnitt erfolgte von April 2025 bis April 2026.
603.000 Euro flossen in die Modernisierungsmaßnahmen des vergangenen Jahres. Das Augenmerk lag dabei auf Energieeffizienz, Sicherheit und der Aufenthaltsqualität.
Um den Stromverbrauch der Einrichtung zu senken, wurde die gesamte Beleuchtungsanlage erneuert. 326 Lichtpunkte sind nun auf dem neuesten Stand der Technik. Im Bereich der Sicherheit galt es insbesondere, moderne Brandschutzauflagen zu erfüllen. Dazu wurden in den Schlaf- und Gruppenräumen Brandschutzschalter installiert.
Die energetische Sanierung in Höhe von 310.000 Euro wurde durch Mitteln der Thüringer Aufbaubank (83.000 Euro) sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (34.000 Euro) gefördert. „Ich möchte die Leistungen aller Beteiligten würdigen“, sagte Ohrdrufs Bürgermeister Stefan Schambach (Foto) bei einem Rundgang durch die
Kindertagesstätte Mitte Juni. Damit bezog er sich nicht nur auf die Handwerker, Elektriker und Planungsbüros. „Die Erzieher haben die Bauphase sehr gut durchgehalten“, so der Bürgermeister. Immerhin wurde bei laufendem Betrieb gebaut.
Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern, setzte die Stadt gleich mehrere Maßnahmen um. Wie einer Pressemeldung der Verwaltung zu entnehmen war, wurden in den Gruppen- und Schlafräumen des ersten und zweiten Obergeschosses Akustikdecken eingebaut. Diese Kassettendecken haben laut Stefan Schambach einen besonderen Nutzen: „Im Gebäude hallt es sehr stark. Die Belastung für Kinder und Erzieher war schon enorm. Jetzt ist es deutlich leiser.“
In einem weiteren Schritt wurde ein alter Beratungsraum im zweiten Obergeschoss zu einer Toilettenanlage mit Waschraum umfunktioniert. Direkt daneben zog die Gruppe „Natur“ in einen Raum. Im Erdgeschoss wurde ein Treffpunkt im Rahmen des Programms „Thüringer Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiZ)“ eingerichtet. Diese Maßnahme erschien sinnvoll, da die sinkenden Geburtenraten keine Vollauslastung der Räumlichkeiten im Ohrdrufer Kindergarten mehr ermöglichen. „Es ist eine gute Idee, um leere Räume nachhaltig zu nutzen. Wir schaffen einen Platz für die Gemeinschaft und stärken hoffentlich den Sozialverbund in der Gegend“, äußerte sich Stefan Schambach begeistert.
Die weitreichenden Folgen der rückläufigen Geburtenzahlen sind der Stadt Ohrdruf also bestens bekannt. Trotzdem wurde die Einrichtung aufwendig saniert. Das habe seine Gründe, so der Bürgermeister: „Es ist definitiv gut angelegtes Geld. Auch wenn es weniger Kinder werden: Diejenigen, die kommen, sollen so gut wie möglich betreut und untergebracht werden.“ So lobte er den Umbau. Dieser könne sich nicht nur sehen, sondern wortwörtlich auch hören lassen.
Die Stadt Ohrdruf hat über einen Zeitraum von acht Jahren etwa eineinhalb Millionen Euro in die Kindertagesstätte „Kleine Rasselbande“ investiert.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 6 (2026)






















