Waldbrände im Fokus der Forstleute im Thüringer Wald

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Die Waldbrandgefahrenstufen haben sich als solides Präventionssystem etabliert, gemeinsame Waldbrandübungen von Feuerwehr und Forstbehörde schulen die Koordinationsmechanismen für den Ernstfall. Foto: Dr. Horst Sproßmann

Brennpunkt Wald:

Sowohl bundesweit wie auch im Freistaat steigt die Zahl der Waldbrände klimawandelbedingt an. ThüringenForst begegnet dieser Entwicklung mit Investitionen in Waldbrandvorsorge, Technik und Zusammenarbeit.

Erfurt (hs): Gemäß der Waldbrandstatistik des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft zerstörten in Deutschland im vergangenen Jahr 2.397 Brände rund 3.058 Hektar Waldfläche. Davon geschahen in Thüringen 71 Brände mit einer Fläche von rund 22 Hektar. Damit liegt der Freistaat im Bundesländervergleich bei einem Flächenanteil unter 1 %. Den traurigen Rekord 2022 hält dagegen Brandenburg mit rund 1.426 Hektar (47 %) Waldbrandfläche, vor Sachsen mit 785 Hektar (26 %). Dreiviertel aller Waldbrandflächen 2022 in Deutschland sind in diesen beiden Ländern verortet.

„Die Statistik zeigt auch recht klar, dass die Anzahl der Waldbrände wie auch die Größe der Waldbrandflächen in den letzten Jahren in Deutschland angestiegen ist. Dies gilt leider auch für den Freistaat”, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

Ein übergroßer Teil der bundesweiten Waldbrände ereigneten sich in den Sommermonaten Juni und August, wobei 90 % der Schadensfläche entstand. Fast jeder zweite Waldbrand geht auf ungeklärte Ursachen zurück. Erschreckend ist der Anteil vorsätzlicher Ursachen, z.B. Brandstiftung: 36 %.

Die ThüringenForst-AöR hatte mit Sondermitteln des Freistaats in den vergangenen Jahren erheblich in die Waldbrandvorsorge sowie in Waldbrandbekämpfungstechniken investiert. Ebenso wurde die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Forstleuten, Landwirten und Polizei im Rahmen von Übungen weiter verbessert. Damit sieht Gebhardt den Freistaat für die Zukunft vorerst gut gerüstet. Der Klimawandel und seine Folgen für die Wälder wird allerdings auch die Waldbranddynamik in Thüringen immer stärker beeinflussen.

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