Wasserbändiger und Himmelsstürmer: 11. Auflage des „Swim and Runs“-Wettbewerbs in Friedrichroda

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Sven Drößmar (Vorsitzender Triathlon Friedrichroda e. V.)

Am 1. März 2026 findet in Friedrichroda der etwas andere Triathlon statt. Hier können die Teilnehmer ihr Fahrrad getrost im Keller stehen lassen.

Bereits seit 2013 gibt es den „Berghotel Swim and Run“ in Friedrichroda. Er ging aus dem „Cross-Triathlon-Friedrichroda“ hervor und wird vom Triathlon Friedrichroda e. V. organisiert sowie durchgeführt. Warum bleibt das Fahrrad nun stehen? „Die Organisation einer Crossrad-Strecke hat sich als zu aufwendig erwiesen. Um das zu umgehen, haben wir uns etwas völlig Neues ausgedacht“, erklärte Sven Drößmar (Foto), Chef des Verein „Triathlon Friedrichroda e. V.“.

Gesagt, getan: Und so schwimmen Hobbysportler sowie Profis im Hallenbad des Berghotels bis zu 500 Meter und absolvieren eine fünf Kilometer lange Laufstrecke vom Hotel durch den Kurpark und zurück. Nun fehlt für einen Triathlon noch eine Disziplin. Und die hat es in sich: „Eigentlich wurde der ‚Swim and Run‘ um den Treppenlauf herum konzipiert“, so Drößmar. Auf elf Etagen steigen die Teilnehmer mehr als 200 Stufen. Danach geht es über den Hotelflur zum gegenüberliegenden Treppenhaus und weitere 200 Stufen hinunter. „Das hat es wirklich in sich. Wer sich nicht gut vorbereitet, kann bei der Höhe schon mal Probleme mit der Luft bekommen“, erklärte Carola Finke, Sportlerin und Läuferin aus Leidenschaft. Sie habe bereits mehrfach am „Swim and Run“ teilgenommen – wie oft genau, wisse sie nicht mehr. Die Medizinerin Anfang 60 ist Mitglied im Triathlon Friedrichroda e. V. und hat stets großen Spaß an der Veranstaltung. „Obwohl ich persönlich kein Freund des Treppenlaufs bin“, meinte sie lachend.

Dass der „Swim and Run“ auch in seiner elften Ausgabe den Titel „Berghotel“ trägt, hat einen einfachen Grund: „Wir hatten den Vorteil, dass unser Vereinsmitglied Hartmut Tetzlaff als Technischer Direktor im AHORN Berghotel arbeitet“, berichtete Sven Drößmar. Damit wurde die Anlage nicht nur Hauptaustragungsstätte, sondern auch einer der Großsponsoren. Eine weitere Unterstützerin ist unter anderem die Krankenkasse AOK. Dank dieser finanziellen Hilfen kann der Verein den Triathlon Jahr für Jahr ausrichten. „Wir bewegen uns in einem niedrigen bis mittleren vierstelligen Eurobereich. Nach der Abrechnung ist die gesamte Veranstaltung für den Verein eher eine Nullnummer“, merkte der Vorsitzende an.

Dennoch strotzen alle Beteiligten vor Energie, und 2025 wurde der „Swim and Run“ leicht umgestaltet. Seitdem gibt es auch Kinder- und Jugendstaffeln. Dafür wurden angepasste Distanzen für das Schwimmen, den Treppenlauf und den anschließenden Lauf durch den Friedrichrodaer Kurpark festgelegt. „Obwohl Triathlon dank seiner Vielseitigkeit als Breitensport gelten kann, haben wir zu wenig Nachwuchs“, so Drößmar. Mit der Einbindung der jungen Generation ergeben sich gleich zwei Vorteile. Einerseits kann der Verein seine Strukturen verjüngen und den Friedrichrodaer Triathlon wiederbeleben. Andererseits sammeln junge, motivierte (Hobby-)Sportler wertvolle Wettkampferfahrung. Der „Swim and Run“ sei mehr als nur ein Wettbewerb. „Jeder und jede kann teilnehmen. Die Sportler: Ob hobbymäßig oder Profi, ob jung oder alt, haben die Möglichkeit, sich auszutauschen und ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen“, sagte der Vereinsleiter begeistert. Mit 200 Teilnehmern war das „Event“, wie Drößmar es nennt, im Vorjahr ausgebucht. Ob in diesem Jahr ähnlich gute Zahlen erreicht werden können? Dazu gab es noch keine Einschätzung, da ein Großteil der Anmeldungen erst in der Woche vor dem 24. Februar ein- gegangen ist. „Viele warten ab und schauen, wer mit dabei ist. Aber je mehr Teilnehmer am 1. März an der Startlinie stehen, desto mehr Spaß macht der ‚Swim and Run’“, meinte Carola Finke.

Für die Organisation und einen reibungslosen Ablauf sorgen bis zu 30 freiwillige Helfer. Sie kommen aus dem Verein, sind Familienangehörigen sowie Mitglieder des DLRG-Städteverbands Friedrichroda-Waltershausen.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 2 (2026)

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