„Enttäuschung, Wut und Politikverdrossenheit bei den Betroffenen“

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Fischsterben 2019. Foto: LAVT

Erfurt (red, 25. Juni). Es sei „Gefahr im Verzug“. Deshalb wandte sich der Landesanglerverband Thüringen (LAVT) am 17. Juni an Umwelt-Ministerin Anja Siegesmund (Grüne). Grund war, dass das Ministerium – ohne die Pächter zu informieren – angewiesen hatte, aus dem Speicher Wechmar 80 Liter Wasser pro Sekunde an die Apfelstädt abzugeben.

Dieses Wasser sei aber ungeeignet und man befürchte eine „katastrophale Schädigung des sensiblen Ökosystems Apfelstädt“, in deren Ergebnis man mit Fischsterben bis hin zum Totalverlust rechne (wir berichteten).

„Bis zum heutigen Tag (24. Juni – die Red.) gab es keine Unterstützung oder irgendeine Reaktion. Noch nicht einmal eine Bestätigung des Posteinganges und dies, trotz der Dringlichkeit des Anliegens“, schreibt LAVT-Präsident Dietrich Roese auf der Homepage des Verbandes.

Bereits beim Fischsterben 2019 habe das Umweltministerium erst nach Wochen auf einen Hilferuf des Verbandes reagiert. Sicherlich könne eine Politikerin und Umweltministerin nicht immer sofort eine geeignete Lösung anbieten: „…doch kann es nicht sein, dass zum wiederholten Male keine Reaktion erfolgt und das Problem ausgesessen wird. Dass sich dann zunehmend Enttäuschung, Wut und Politikverdrossenheit bei den Betroffenen aufbaut, ist nur zu verständlich.“

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