Thüringens Landesvertretung in Berlin wird „Arnold-Paulssen-Haus“ heißen

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Die Vertretung des Freistaates Thüringen in der Mohrenstraße, Ecke Mauerstraße. Foto: Jörg Zägel/eigenes Werk

Festakt zur Benennung der Thüringer Landesvertretung beim Bund (TLVB) in „Arnold-Paulssen-Haus“ in Berlin

Gruppenfoto im Bundesrat, 1900: Arnold Paulssen stehend, ganz rechts (Person Nr. 14)
Autor/-in unbekannt – Zeitschrift »Die Woche«, Berlin, Nr. 24, vom 16. Juni 1900

Berlin/Erfurt, 2. Juni). Am Donnerstag, 8. Juni, erhält die Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund den Namen „Arnold-Paulssen-Haus“. Dazu Ministerpräsident Bodo Ramelow in seinem Grußwort in der neuen Broschüre der Landesvertretung, in der über das Leben von Arnold Paulssen informiert wird:

„Zu Beginn der Weimarer Republik 1919/1920 setzte sich der Jurist und erfahrene Politiker maßgeblich für die Gründung des Landes Thüringen ein und gilt seither als dessen bedeutendster Architekt. Im Jahr 1920 übernahm Paulssen den Vorsitz im Staatsministerium und somit als erster eine Funktion, die dem heutigen Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen vergleichbar ist. 1928 bekleidete er das Amt erneut und regierte den Freistaat einmal mehr mit politischem Geschick in unruhigen Zeiten. Dabei zeichnete ihn die Fähigkeit aus, auch zwischen extremen Positionen Kompromisse aushandeln zu können.
Neben seinem Einsatz für ein moderneres Thüringen wurde Arnold Paulssen so zu einer tragenden Säule des demokratischen Systems in der Weimarer Republik. Mit seinem Einsatz für ein demokratisch-freiheitliches Gemeinwesen und mit seinen Verdiensten für das Zusammenwachsen und den Zusammenhalt des Landes Thüringen ist uns der lange vergessene Demokrat Arnold Paulssen heute wieder Ansporn und Orientierung.“

Hintergrund zu Arnold Paulssen

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