Blue Volleys auf Dschungelexpedition

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Unerwartete Klatsche in Freiburg kassiert. Foto: JeppeSmedNielsen/Pixabay

Gotha (red/wm, 22. September). Die Gothaer 2. Bundesliga-Volleyballer treten am Sonnabend im zweiten Saisonspiel beim Vorjahresdritten, der FT 1844 Freiburg, an.

Als „Affenbande“ bezeichnen sich die Freiburger Volleyballer gern selbst etwas despektierlich und ihr Zuhause, die vereinseigene Sporthalle, ist der Dschungel. In dessen heißer Atmosphäre wollen die Blue Volleys bestehen und möglichst wieder Zählbares von dort mitnehmen. In den letzten drei Spielzeiten gelang das nämlich mit zwei 3:2 Siegen und einer 2:3 Niederlage. Aber diese Ergebnisse zeigen auch, wie knapp und umkämpft es dabei zuging.

Die Freiburger sind neben den VYS Friedrichshafen das Team, gegen das die Gothaer in ihrer Bundesligageschichte am häufigsten spielten. Das anstehende Duell wird bereits die 16. Begegnung, ein Spiel fiel 2020 wegen Corona aus, beider Mannschaften sein. Mit bisher 9 Siegen ist die Gothaer Bilanz dabei leicht positiv.
Überhaupt sind die Breisgauer der Dauerbrenner der 2. Bundesliga Süd. Seit der Spielzeit 2001/02 ist die Freie Turnerschaft von 1844 ununterbrochen dabei und den Vereinsverantwortlichen gelang es in dieser Zeit stets eine spielstarke Mannschaft auf die Beine zu stellen. Auch vor dieser Spielzeit wurden die Freiburger meist genannt, wenn die Frage nach den Staffel-Favoriten gestellt wurde.
Schon am ersten Spieltag, beim 3:2-Auswärtssieg beim starken Aufsteiger TV Rottenburg, wurden sie dieser Favoritenrolle gerecht.

Dabei müssen die Gastgeber in dieser Saison auf einige Leistungsträger verzichten. Malachi Murch, er wechselte in die 1. Bundesliga, Sebastian Dinges und der langjährige Kapitän Marcus Gensitz, der seine aktive Laufbahn beendete, sind nicht mehr dabei.
Mit jungen talentierten Spielern, wie zum Beispiel Zuspieler Fabian Hosch und Mittelblocker Darius Diefenbach oder dem erfahrenen Yannick Harms hat man die entstandenen Lücken jedoch scheinbar adäquat ersetzt.

Für die Blue Volleys gilt es in Freiburg an die gute Vorstellung in den drei gewonnenen Sätzen gegen den ASV Dachau anzuschließen. Ohne den nervlichen Ballast, des unbedingt das erste Heimspiel gewinnen zu müssen, können die Gothaer in Freiburg befreit aufspielen. Den Druck haben die Hausherren.
Wer dabei diesmal den noch einige Zeit aus privaten Gründen fehlenden Spencer Fredrick auf der Diagonale ersetzen wird, ist noch unklar. Trainer Jonas Kronseder kann ansonsten auf alle Akteure zurückgreifen.

Er erwartet in Freiburg jedenfalls “ein interessantes Spiel, in dem am Ende viel von der Tagesform abhängen wird.“

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