Hohe Hürde Hammelburg

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Der Meister gab sich bei den Blue Volleys keine Blöße. Foto: JeppeSmedNielsen/Pixabay

Gotha (red/wm, 3. Februar). Am Sonnabend empfangen die Blue Volleys Gotha den Tabellenzweiten TV/DJK Hammelburg in der Ernestiner-Sporthalle. Dann wollen sie eine seit der Saison 2018/19 andauernde Negativserie gegen die Unterfranken beenden.

Damals, im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, gelang den Gothaern der letzte Sieg.

Auch diesmal scheint die Ausgangslage relativ klar. Der Gast aus der Kleinstadt im bayrischen Landkreis Bad Kissingen ist favorisiert. Die Hammelburger haben bisher 13 ihrer 18 Saisonspiele gewonnen. Und wie schon erwähnt, spricht auch die Statistik beider Vereine gegeneinander für den Gast, der sechs von sieben Begegnungen für sich entschied. Der einzige Sieg der Gothaer war damals ein 3:1-Heimerfolg.

Beide Vereine sind durchaus freundschaftlich verbunden. Die Hammelburger sind regelmäßiger Gast beim Saisonvorbereitungsturnier der Blue Volleys. Zudem stehen in beiden Teams etliche Spieler, die vor Jahren noch gemeinsam für das Volleyball-Internat Frankfurt/Main gespielt haben. Auf Gothaer Seite zum Beispiel Robert Werner und Erik Niederlücke und bei Hammelburg Luca Dierks, Hannes Krochmann oder Nils Rehmeier.

Doch das wird am Spieltag keine Rolle spielen, denn beide Mannschaften wollen natürlich als Sieger das Spielfeld verlassen.

„Unser letztes Spiel in Delitzsch haben wir im Training ausgewertet. Die Mannschaft will gegen Hammelburg wieder ein anderes Gesicht zeigen. Vielleicht ist es da von Vorteil, dass wir gegen den Tabellenzweiten der Außenseiter sind“, sagte Trainer Jonas Kronseder im Vorgespräch zur kommenden Aufgabe.

Dass auch Hammelburg zu schlagen ist, hat in dieser Spielzeit unter anderen die Turn- und Sportgemeinde von 1884 (TuS) Kriftel bewiesen, der gleich zweimal dieses Kunststück gelang.

Und auch die Blue Volleys waren im umkämpften Hinspiel, bei der knappen 2:3-Niederlage, nicht weit von einem Sieg entfernt.

Damals waren auf Hammelburger Seite der kroatische Diagonalangreifer Branko Damjanovic und Außen/Annahmespieler Moritz Rauber die herausragenden Akteure. Auf beide gilt es auch diesmal zu achten und mit gutem Blockspiel deren Kreise einzuengen.

Doch darüber hinaus verfügt der TV/DJK mit Zuspieler Krochmann, Mittelblocker Rehmeier oder Routinier Oscar Benner, um nur einige zu nennen, über weitere exzellente Spieler.

Um gegen diesen Gegner zu bestehen und sogar Punkte zu holen, bedarf es auf Gothaer Seite vollen Einsatz und eine mutige Spielweise. Das beginnt bei den beiden Basiselementen Aufschlag und Annahme. Beispielhaft dafür der 1. Satz gegen Delitzsch, in dem die Gothaer überragend aufschlugen. Wenn es gelingt diesen Druck über die gesamte Spieldauer auch auf die Hammelburger Annahme auszuüben, besteht durchaus die Chance auf eine Überraschung.

Leider müssen die Gothaer auch diesmal auf die Unterstützung durch ihre Anhänger verzichten. Wie wichtig eine solche Anfeuerung von den Rängen sein kann, hat die Gothaer Begegnung im sächsischen Delitzsch gezeigt, wo die Zuschauer nicht unmaßgeblich zum Sieg der Heimmannschaft beigetragen haben.

Einigermaßen unverständlich, wenn man weiß, dass man in Thüringen gleichzeitig Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen besuchen kann, Sportveranstaltungen für Zuschauer aber tabu sind. Ein Wettbewerbsnachteil sowohl in sportlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht. Dass der VC Gotha die notwendigen Hygienekonzepte besitzt und auch umsetzen kann, wurde bereits unter Beweis gestellt.

So bleibt den Volleyball-Fans nur, sich das Spiel im Livestream auf www.sportdeutschland.tv anzuschauen oder dort später abzurufen.

Die Liveübertragung beginnt auch diesmal um 18.45 Uhr. Spielbeginn ist 19 Uhr.

 

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