Was jungen Menschen im Leben wichtig ist

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Was jungen Menschen in Zeiten zunehmender Verunsicherung wichtig ist:

Berlin/Gotha (red/Infratest dimap, 28. Mai). In Zeiten zunehmender Verunsicherung haben für junge Menschen Werteorientierungen, die für Sicherheit stehen, einen hohen Stellenwert. Das ermittelte Infratest dimap im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Fast neun von zehn erachten es als wichtig, ein sicheres Einkommen zu haben. Soziale Beziehungen in Freundeskreis und Familie bilden ebenfalls zentrale Orientierungspunkte. Von hohem Stellenwert im Wertekanon junger Menschen sind zudem eher post-materialistische Werte, wie die Vielfalt der Menschen zu respektieren, sozial Benachteiligten zu helfen und tolerant gegenüber anderen Meinungen zu sein.

Im Vergleich ist es für junge Menschen von geringerer Relevanz, sich und die eigenen Bedürfnisse gegen andere durchzusetzen oder nach Macht und Einfluss zu streben. So bewertet nur jeder Dritte der unter 30-Jährigen Macht und Einfluss als überdurchschnittlich wichtig.

Wie stehen junge Wählerinnen und Wähler zu Demokratie, Politik und Parteien?Die Demokratiezufriedenheit der unter 30-Jährigen entspricht in etwa dem Niveau der wahlberechtigten Bevölkerung insgesamt. Die oftmals geäußerte Sorge vor einer besonders demokratieskeptischen jungen Generation ist demnach unbegründet.

Eine tragende Säule in den westlichen Demokratien bilden die politischen Parteien. Ihre Bedeutung für die Demokratie wird auch in der jungen Generation nur von einer Minderheit infrage gestellt. Vier von fünf Jungwähler betrachten die politischen Parteien für das Funktionieren der Demokratie in Deutschland als notwendig.

Darüber hinaus problematisieren zwei Drittel die jenseits von Wahlen zu geringen Beteiligungsmöglichkeiten. Während die eine Hälfte bemängelt, es gäbe keine Partei, deren Angebot sie rundum überzeugt, stellen gut vier von zehn der jungen Wählerinnen und Wählern diese Sichtweise infrage. Einhellig kritisch fällt dagegen das Urteil zur Interessensrepräsentation der jungen Bevölkerung aus.

Das Gefühl einer unzureichenden Responsibilität der politischen Parteien gegenüber den Erwartungen der jungen Generation hat dabei negative Folgewirkungen auch für die Gesamtwahrnehmung von Politik. Nur ein Fünftel vertritt aktuell die Meinung, die Politik nehme die Sorgen junger Menschen ernst.

Die komplette Studie

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