Das Mirakel ums MHD: „Zu gut für die Tonne“

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Bildschirmfoto der Homepage "Zu gut für die Tonne". (OaF)

Gotha (red, 15. April). Damit wertvolle Lebensmittel restlos verzehrt werden, ist es wichtig, ihren Zustand einschätzen zu können. Was das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bedeutet, wie es sich vom Verbrauchsdatum unterscheidet – und wie Verbraucher:innen, aber auch der Handel damit umgehen können, das erklärt „Zu gut für die Tonne!“.

Im Umgang mit verpackten Lebensmitteln zeichnet sich eine erfreuliche Entwicklung ab: Immer mehr Menschen wissen, dass das MHD vor allem die beste Qualität eines Lebensmittels garantiert. Untersuchungen wie die aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens GfK SE aus dem Jahr 2020 zeigen, dass die meisten Haushalte das MHD als Richtwert verstehen und Lebensmittel bei Überschreitung noch einmal prüfen. So werfen nur 20 Prozent der befragten Haushalte Lebensmittel aufgrund eines abgelaufenen MHD weg. Nur fünf Prozent der von den Befragten als vermeidbar eingestuften Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten sind auf das MHD zurückzuführen. Aber was ist zu beachten, wenn das MHD abgelaufen ist – und was ist der Unterschied zum Verbrauchsdatum?

Das MHD garantiert die beste Qualität
Das MHD gibt an, bis zu welchem Tag, Monat oder Jahr das ungeöffnete und richtig gelagerte Lebensmittel seine charakteristischen Eigenschaften hinsichtlich Konsistenz, Farbe, Geruch und Geschmack mindestens behält.
Das MHD ist also ein Qualitätsdatum.
Lebensmittel mit abgelaufenem MHD sind häufig länger gut: Verbraucher:innen können dies zu Hause selbst anhand von Aussehen, Geruch und Geschmack des Lebensmittels prüfen. So erhalten sie schnell Aufschluss, ob das Lebensmittel noch genießbar ist.

Noch mehr Infos rund um das Thema MHD hat „Zu gut für die Tonne!“ in diesem Flyer praktisch zusammengefasst.

Hintergrund
Jährlich fallen in Deutschland 12 Mio. t Lebensmittelabfälle an, 6 Mio.  davon allein in Privathaushalten.
Wie Verbraucher:innen die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt „Zu gut für die Tonne!“ bereits seit 2012.
Mit einer nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung rückt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nun auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung stärker in den Fokus.
Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu halbieren.

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