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An diesem Sonntag, dem 11. März, werden um 11 Uhr in der Rathausdiele „Nächtliche Feste“ begangen – natürlich musikalisch, mit einem Kammerkonzert der Jenaer Philharmonie.

Alexandra Ismer (Klavier), Christoph Hilpert (Violine), Daniela Döhler-Schottstädt (Viola) sowie Alma-Sophie Starke (Violoncello), Vincent Nitsche (Klarinette) und Christine Nitsche (Harfe) haben hierfür ein ganz besonderes, mystisch-schönes Programm gestaltet. Die vier zu hörenden Werke sind harmonisch durch ihre nächtlichen Bezüge verbunden: Franz Schuberts „Notturno“ („Nachtmusik“), Hans Gals „Serenade“ („Abendmusik“), Bohuslav Martinůs „Les fêtes nocturnes“ („Die nächtlichen Feste“) und der „Nachtgesang“ als das sechste der „Acht Stücke“ von Max Bruch.

Und nicht nur thematisch hat das Konzert einiges zu bieten, auch musikalisch besticht es durch hohe instrumentale Abwechslung und melodischen Farbenreichtum.

Franz Schuberts „Adagio Es-Dur für Klavier, Violine und Violoncello“ lebt durch das Wechselspiel zwischen den träumerisch, nächtlich-leisen Melodien des Hauptthemas und den munter-kraftvollen einer Volksweise. Inspiriert wurde Schubert zu diesem Arbeitslied durch die Arbeiten der sogenannten „Stockschläger“ – ihr stetiges Einrammen des Pfahles wird durch laute, perkussive Klänge des Klaviers angedeutet.

Nach dieser Nachtmusik wird Hans Gals Abendmusik, die „Serenade op. 93 für Klarinette, Violine und Violoncello“ erklingen, die ganz dem eher tonalen, spätromantischen Kompositionsstil des österreichischen Komponisten entspricht.

Mit Max Bruchs „Acht Stücke für Klarinette, Viola und Klavier“ werden dann Geschichten voll emotionaler Tiefe erzählt. „Im Zwiegespräch der beiden Melodieinstrumente kommt leidenschaftliche Schwärmerei, aber auch triste Melancholie zum Ausdruck.“, schwärmt die Bratschistin Daniela Döhler-Schottstädt von den kleinen Charakterstücken.

Am außergewöhnlichsten wird jedoch das letzte Werk des Programms sein: das Sextett „Les fêtes nocturnes“ von Bohuslav Martinů, mit gleich zwei Harmonieinstrumenten – Klavier und Harfe. In dieser Kammermusik verwirklicht der tschechische Komponist seine Idee einer „Kammermusik mit symphonischem Anstrich“, was auch die auffallend große Besetzung mit so unterschiedlichen Instrumenten erklärt. Hier vermischen sich alle für Martinů typischen Stilelemente – die tschechische Folklore, der französische Einfluss und das Element des Neobarock – wie hinter einem Schleier von äußerster Zartheit.

Karten für das Konzert bei der Jenaer Touristinformation oder über www.jenaer-philharmonie.de sowie eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse.

Das Programm im Detail

Franz Schubert (1797 – 1828)
Adagio Es-Dur für Klavier, Violine und Violoncello D 897 „Notturno“

Hans Gal (1890 – 1987)
Serenade op. 93 für Klarinette, Violine und Violoncello (1935)

Max Bruch (1838 – 1920)
Acht Stücke op. 83 für Klarinette, Viola und Klavier (Nr. 1, 2, 5, 6 und 7)

Bohuslav Martinu (1890 – 1959)
Kammermusik Nr. 1 „Les fêtes nocturnes“ für Klavier, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Harfe

 

 

Sonntag, 11. März 2018 | 11 Uhr | Rathausdiele Jena

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