Von ganz unten nach oben und wieder zurück

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Fliesenstudio Arnold

„Major Tom“ – DER Song, mit dem Peter Schilling zu der Ikone der Neuen Deutschen Welle wurde, wurde natürlich auch im DasDie gespielt. Beeindruckender war, wie viel Tiefgang in dem Mittfünziger steckt:


In einem Interview sprach er offen über Misshandlung und Heimaufenthalt in der Kindheit, Ende der 80er litt er am Burnout und der Fall vom gefeierten Star zum Mr. Unbekannt war tief. In neuen Songs und seinen beiden Büchern „Emotionen sind männlich“ und „Lust-Faktor Wellness“ lernt man eine neue, sensible, authentische Seite von Peter Schilling kennen. Und dafür feierten ihn ungefähr 350 Fans in Erfurt. Anfangs noch verhalten an den Tischen rückten die begeisterten Zuhörer mit jedem Lied näher Richtung Bühne und erlebten einen Sänger zum Anfassen. Während der Pause verschwand er nicht hinter der Bühne zu Häppchen und Sekt, sondern setzte sich zu seinen Fans, schrieb geduldig Autogramme.

Offen kokettiert er mit seinem Alter und der Vergangenheit: „Ich war ganz oben … dachte ich“. Im Lied „Kevin“ verarbeitet er mit Gänsehauttext „ein Stück meiner Geschichte und kann sagen, es ist gut gegangen“ Zur Unterstützung holte er sich den Kinder- und Jugendchor des Erfurter Albert-Schweizer-Gymnasiums auf die Bühne. Kinder sind dem Botschafter des Deutschen Kinderschutzbundes offenkundig ans Herz gewachsen, denn alle Einnahmen aus „Kevin“ spendet der Sänger diesem.

Peter Schilling vermittelte Lebensfreude und Spaß auf der Bühne, genoss sichtlich den Applaus und man spürte, wie sehr er das Publikum braucht: „Es ist so geil, dass ihr da seid!“
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Text und Bilder: Liv/viadata.de



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