CDU Bundestagsabgeordnete verteilt Organspendeausweise

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Anlässlich des „Tages der Organspende“ am 06. Juni wird die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann gemeinsam mit der Interessensgemeinschaft der Dialysepatienten und Nierentransplantierten Thüringen auf dem Erfurter Domplatz Organspendeausweise verteilen.

Die Junge Union und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten unterstützen die Aktion in diesem Jahr und haben eine Informations- und Aufklärungsprojekt zu dem Thema Organspende in Deutschland organisiert. Auch ein Modell der menschlichen Organe am Informationsstand wird die Aufmerksamkeit der Marktbesucher auf sich ziehen.

Mit der Aktion möchte Tillmann für die Organspende werben, denn die Zahl der Spender ist deutlich geringer als die der Patienten auf den Wartelisten. Aufgrund dieses Mangels sterben in Deutschland jeden Tag durchschnittlich drei Menschen auf der Warteliste für ein neues Organ.

In Deutschland warten fast 11.000 schwer kranke Menschen auf ein Spenderorgan, die meisten von ihnen auf eine neue Niere. Doch die Bereitschaft zur Organspende ist zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) haben im vorigen Jahr bundesweit 864 Menschen Organe gespendet – Lebendspender nicht mitgerechnet. Im selben Zeitraum 2013 waren es 876, im Jahr 2012 noch 1046.

„Natürlich tauchen im Zusammenhang mit der Organspende viele Fragen auf. So zum Beispiel die Frage nach einer Altersbegrenzung für Spende, die es jedoch nicht gibt, vielmehr ist die körperliche Verfassung des möglichen Spenders ausschlaggebend“, betont Antje Tillmann. „Auch reicht es, das „Ja“ im Organspendeausweis anzukreuzen, um die Bereitschaft für eine Spende zu signalisieren. Darüber hinaus gibt es keine weiteren organisatorischen Vorgaben“.

Repräsentative Umfragen ergaben, dass nur etwa 28% der deutschen Bevölkerung ihre Entscheidung über eine Organspende nach dem Tod in einem Organspendeausweis festgehalten haben. „Wir wollen aufklären, Angst nehmen und Mut machen, damit sich mehr Menschen aktiv mit dem Thema auseinander setzen“.

The Londoner - Gotha