Nach dem wichtigen 103:91-Derby-Sieg gegen Chemnitz und dem damit vorzeitig realisierten Einzug in die Playoff-Runde befindet sich Science City Jena bereits vor der nächsten Herausforderung, dem „Duell der Rasselbanden“.
Jenas junge Basketball-Riesen empfangen am Sonntag um 17.00 Uhr mit Erdgas Ehingen einen direkten Konkurrenten um das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale, seit dem Erfolg am Mittwoch gegen die Sachsen das nach oben korrigierte Ziel der Saalestädter. Schritt für Schritt in die richtige Richtung, ohne mit zu großem Anlauf ins Stolpern zu kommen, das Konzept des besten Thüringer Basketball-Bundesligisten scheint tatsächlich aufzugehen. Talentierter deutscher Nachwuchs in der richtigen Kombination mit entsprechender Qualität aus Übersee lassen Science City im bisherigen Verlauf von einem Sieg zum nächsten rennen.
„Wir sind vor der Saison mit dem Anspruch gestartet, uns als Ausbildungsstandort zu etablieren, dabei die Jungs sportlich voranzubringen, parallel dazu auch erfolgreichen Basketball zu spielen und das Publikum zu unterhalten. Im bisherigen Verlauf des Spieljahres ist uns das zu großen Teilen gelungen. Das Saisonziel Playoff-Einzug ist geschafft. Da man sich immer neue Ziele setzen soll, haben wir jetzt unseren Anspruch nach oben korrigiert“, sagt Trainer Björn Harmsen vor dem Duell gegen Ehingen. Während die Jenaer als zweitjüngstes Team der 2.Liga (21,5 Jahre) den Kader der ProA-Nesthäkchen aus Ehingen (20,7 Jahre) empfangen, gilt es aus Sicht der Thüringer nicht nur einen gewaltigen Schritt in Richtung Heimvorteil für das April startende Playoff-Viertelfinale zu machen, sondern auch einen Makel der Vorrunde zu tilgen.
„Wenn wir uns vor der Meisterrunde den Heimvorteil erkämpfen wollen müssen wir unsere beiden verbleibenden Heimspiele gewinnen“, sagt Dorenzo Hudson, der mit 19 Punkte gegen Chemnitz zu alter Stärke zurückgefunden hat. Das Aufeinandertreffen mit der Mannschaft des in Jena aus seiner NBBL-Zeit bekannten Stephan Haukohl dürfte somit nicht nur als Standortbestimmung dienen, sondern bei noch fünf zu absolvierenden Spielen bis Ende März sogar als Türöffner zum Heimvorteil dienen.
Am 20.Oktober 2013 unterlag Science City Jena in der Ehinger Längenfeldhalle mit 91:104, der bisher höchsten Saisonniederlage. Jenas Trainer musste damals kurz vor Spielende die Bank nach zwei technischen Fouls verlassen während das Schiedsrichter-Trio im Duell der Hinrunde nicht den besten Tag erwischt hatte. Während das Team von Coach Ralph Junge bisher eine enorm starke Saison gespielt hat, nach einem Durchhänger im November 2013 in die Erfolgsspur zurückfinden konnten, sitzen die Baden-Württemberger Science City mit Blick auf die Tabelle der ProA dicht im Nacken. Mit einem Vorsprung von lediglich sechs Punkten rangiert Science City Jena derzeit auf Rang 3 (34 Punkte), Ehingen belegt unterdessen Platz 5 (28). Der Kader des Teams aus der Nähe von Ulm gehört seit Jahren zu den besten Ausbildungsvereinen, sammelt regelmäßig Meisterschaften im Nachwuchsbereich. Doch unabhängig von der Förderung junger, deutscher Talente vertraut aber auch Junge auf Übersee-Legionäre, die den Gast in allen relevanten Rubriken statistisch dominieren.






















