Friedlicher Verlauf durch strikte Fantrennung – dennoch Vorfall bei Caterer

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Um 19:04 Uhr begann am gestrigen Freitag das Punktspiel in der Regionalliga Nordost zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem 1. FC Magdeburg im Ernst-Abbe-Sportfeld Jena (Endstand: 0:0). Dies war keine Selbstverständlichkeit, denn nicht nur per Auto und Bus anreisende Gästefans mussten in einem 16 km langen Stau auf der A9 zwischen dem Kreuz Rippachtal und Weißenfels ausharren, auch der Spielerbus kam nicht voran.

Ein verspäteter Anpfiff war bereits ins Kalkül gezogen worden. Allerdings gelang es den Polizeikräften den Bus über die B88 zu lotsen, sodass die Magdeburger Spieler um 18.15 Uhr im Stadion eintrafen und ein pünktlicher Spielbeginn ermöglicht wurde.

Das Spiel, das als Spiel mit hohem Sicherheitsrisiko einklassifiziert worden war, da sich die Fangruppen traditionell als Gegner sehen, verlief aus polizeilicher Sicht friedlich. Durch die Polizei wurde das Konzept strikter Fantrennung verfolgt und durchgesetzt. Es kam zu keinen nennenswerten Störungen. 6040 Zuschauer wurden gezählt, 1128 waren Anhänger des 1. FC Magdeburg.  Auch die in der Vergangenheit immer wieder eingesetzte Pyrotechnik kam bei keiner der Fangruppierungen zum Einsatz.

Zwei Gästefans erhielten Platzverweise, da sie sich im Bereich der Heimfans aufhielten, ein anderer Magdeburger Fan beleidigte einen Beamten und erhielt deshalb eine Anzeige.

Eine weitere Anzeige erfolgte wegen Sachbeschädigung, begangen durch Gästefans in einem abgegrenzten Caterer-Bereich. 15 bis 20 Magdeburger Fans hatten nach dem Spiel ein Tor zum Caterer aufgedrückt und waren blitzartig in den abgegrenzten Bereich vorgedrungen. Im Anschluss fehlten ca. 600 Euro aus der Kasse. Es gab Hinweise, wonach die Täter mit einem der Gästebusse angereist waren. Daraufhin wurde der Bus durch die Polizei gestoppt, alle Personen im Innern kontrolliert, ihre Personalien ermittelt und ihr Äußeres per Foto festgehalten. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei geführt.

Die Abreise der Gästefans erfolgte zügig, beschleunigt auch durch zeitweise starken Regen. Im Einsatz waren am gestrigen Freitag mehrere Hundert Polizeibeamte aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und der Bundespolizei.


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