Furiose Aufholjagd der Jenaer Basketballer bleibt ungekrönt

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Mit der entsprechenden Portion Galgenhumor könnte man davon sprechen, dass es für Science City Jena zukünftig nur noch aufwärts gehen kann. Nach den Siegen von Gotha in Kirchheim und Essen gegen Paderborn war es um 21.30 Uhr Gewissheit, die Thüringer sind am Ende der ProA-Tabelle angekommen.

Zuvor hatten es die Jenaer Korbjäger selbst in der Hand um dieser nicht sonderlich erquickenden Momentaufnahme zu entgehen, scheiterten vor 810 Zuschauern im Verlauf der 79:87-Heimniederlage gegen die Cuxhaven BasCats jedoch an sich selbst und einem nur phasenweise besseren Gegner.

Bis zur Partie am Freitag in Kirchheim muss das Eichler-Team somit die rote Laterne mit sich herumschleppen, steht im ganz sicher nicht einfachen Auswärtsspiel bei den Rittern dennoch in der Pflicht, sich der prekären Situation bewusst zu werden und den sich aufstauenden Druck in positive Energie umzusetzen.

„Wir hatten eine gute Trainingswoche hinter uns, konnten diese Form jedoch nur teilweise und in kurzen Phasen in die Begegnung gegen Cuxhaven transportieren. Die Gäste haben sehr abgeklärt agiert, sich den Sieg erkämpft“, sagte Trainer Georg Eichler nach dem Spiel enttäuscht.

Eine Enttäuschung, die mit Blick auf das zweite und dritte Viertel gut nachzuvollziehen war. Genau diese Spielabschnitte waren es nämlich, die Science City einen durchaus möglichen Heimsieg kosteten und die Unzulänglichkeiten im Kader der Saalestädter offenbarten. Zu nachlässig in der Verteidigung, mental und physisch zu langsam, um die Schnellangriffe des Gegners zu unterbinden, Abspielfehler in der Offensive, die nach Ballverlusten von den Gästen gnadenlos genutzt wurden und so Cuxhaven den ersten Auswärtssieg der Saison ermöglichten.

Lediglich im ersten Spielabschnitt (16:16) und während einer furiosen Aufholjagd im finalen Viertel präsentierten sich die Jenaer in der Verfassung, die sich ein Großteil der Fans über volle 40 Minuten gewünscht hätten. Während Science City beim 46:66-Zwischenstand in der 27.Minute bereits aussichtslos zurücklag, kämpfte sich das Team noch einmal auf 73:76 (37.) heran, vor individuelle Fehler die Niederlage besiegelten.

Während Center Aurimas Adomaitis als Fels in der Zone von den BasCats nur schwer zu stoppen war, jedoch früh mit Foulproblemen zu kämpfen hatte und die kritischen Phasen von der Bank aus verfolgen musste, blieben weiteren Leistungsträger hinter ihrem eigenen Anspruch und den Erwartungen der Zuschauer zurück.

„Die Mannschaft macht sich sehr viel Druck. Es ist für mich in dieser Situation nicht einfach diesen Druck zu nehmen. In unserer Situation hilft es letztendlich nur, wenn wir anfangen Spiele zu gewinnen um die Köpfe wieder freizubekommen. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Ich vertraue dabei in erster Linie auf unsere Routiniers, die sich aber auch am Samstag in einer engen und umkämpften Schlussphase ungewohnte Aussetzer geleistet haben. Wir müssen die bisherige Saison versuchen auszublenden und in Kirchheim neu starten“, bilanzierte Georg Eichler abschließend.

Punkteverteilung SCJ: Adomaitis 14 (10 Rebounds), Schwartz 14 (11 Rebounds), Jeka 12, Barker 12, Sim 10, Watts 9, Roquette 6, Reyes-Napoles 2

Autor: Tom Prager