Kleinkunstprogramm in Kirchen und Pfarrhäusern in Mitteldeutschland

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Zum 17. Kleinkunstfestival Grenzgänger in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) sind 74 Veranstaltungen in 71 Orten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg geplant. Schauplätze der Kulturreihe vom August bis Oktober sind überwiegend Kirchen und Pfarrhäuser im ländlichen Raum.

Das Programm reicht von Jazz über klassische Musik und Folklore bis hin zu Puppenspiel und Theatervorstellungen, auch thematische Veranstaltungen wie ein Schokoladenkonzert gehören dazu. Dabei treten 48 verschiedene Künstler und Gruppen auf. Das Grenzgänger-Kleinkunstfestival wird zum zweiten Mal auch in Thüringen veranstaltet – zuvor fand es hauptsächlich in Sachsen-Anhalt statt.

Das Programm ist im Internet zu finden: http://www.grenzgaengerfestival.de/.

In ländlich geprägten Gebieten gibt es im Vergleich zu Städten ein weitaus geringeres kulturelles Angebot. Vermutlich wird sich dieser Trend angesichts der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung weiter fortsetzen. Anliegen des Grenzgänger-Kleinkunstfestivals ist es deshalb, flächendeckend vorhandene kirchliche Räume nicht nur für gottesdienstliche Zwecke sondern auch kulturell zu nutzen. Außerdem wird so auch Menschen mit geringerer Mobilität eine Teilhabe am kulturellen Leben ermöglicht.

Das Festival hat nicht nur die Kirchengemeinden als Veranstalter im Blick, sondern möchte auch regional beheimateten Künstlern eine Plattform bieten, ihre Werke und Programme einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Somit kann das Festival auch zur Existenzsicherung von Künstlern beitragen und damit die Kulturlandschaft und künstlerische Vielfalt Mitteldeutschlands sichern und entfalten helfen.

Die Präsentationsveranstaltung des Kleinkunstfestivals (30. August, 19 Uhr) findet in der Magdeburger Pauluskirche statt. Unter dem Motto „Metamorphose“ werden die Künstler – das Rossini – Quartett mit Undine Dreißig und Gästen (Klassik), Andra Barz und Jan Beumelburg (deutsche lyrische Musik) und Planxty Irwin (irische Musik) – ihre unterschiedlichen Stile im Laufe des Abends faszinierend miteinander vermischen.

Hintergrund:
Der Verein Grenzgänger setzt sich seit 1997 mit dem Festival dafür ein, dass vor allem in ländlichen Regionen Gotteshäuser als Räume der Begegnung wieder entdeckt und belebt werden. Zudem soll für die Erhaltung und Nutzung von Dorfkirchen geworben werden.