Mitten im Abstiegstrudel!

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Halle/Gotha. Drei Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Oberliga findet sich der FSV Wacker Gotha erstmals auf einem Abstiegsplatz wieder. Beim VfL verloren die Wackeren am Samstag mit 0:3. Damit wird die Lage für Gotha immer prekärer.

Wacker-Trainer Holger Bühner war auch 24 Stunden nach der Pleite in Halle noch konsterniert: „Wir waren das klar bessere Team und fahren mit einer 0:3 Niederlage nachhause“, kann der Coach noch nicht ganz fassen, was sich am Samstagnachmittag in Halle abspielte.

In der ersten Halbzeit sahen die gut 200 Zuschauer ein ganz schwaches Spiel, in dem sich keine Mannschaft zwingende Chancen erarbeiten konnten. Bereits in der 17. Minute erlitten die Gothaer allerdings einen herben Rückschlag, als Abwehrchef Christian Heim nach einem Zusammenprall mit Keeper Rainer Behnke mit einer schweren Rippenprellung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Vermutlich wird Heim den Wackeren nun einige Spiele fehlen. Für ihn wurde der junge Felix Hempel ins kalte Wasser geschmissen und machte seine Aufgabe recht ordentlich. So ging es mit einem torlosen 0:0 in die Kabinen.

Nach dem Wechsel brach es dann über die Gothaer hinein. Unmittelbar nach Wiederanpfiff gab es einen Pressschlag des Hallensers Huth mit seinem Gothaer Gegenspieler, knapp 30 Meter vor dem Wackerkasten. Der Ball nahm eine kuriose Flugbahn und fiel am langen Pfosten direkt ins Dreiangel des Gothaer Tores (46.). Die Wackeren starteten wütende Gegenattacken, doch nach einem Konter konnte Behnke den Ball nicht festhalten und Maruhn staubte in der 48. Minute zum 2:0 ab. Der Torschütze hätte zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nicht mehr auf dem Platz sein dürfen, da er sich kurz zuvor – vor den Augen des Linienrichters – eine glasklare Tätlichkeit gegen Wacker-Kapitän Toni Schnuphase geleistet hatte. Trotz des deprimierenden Rückstands zogen die Wackeren nun ein beeindruckendes Offensivspiel auf. Wieder einmal war es Steffen Scheidler, der zwei hundertprozentige Chancen liegen ließ (53./62.).

Mehr als fragwürdig dann die endgültige Entscheidung des Spiels. Nach einer Ecke vergaben die Wackeren zwei hundertprozentige Einschußchancen. Als die Hallenser mit langem Ball klären konnten, bat der Schiedsrichter die zuvor verletzten Maruhn und Karau wieder auf den Platz, die sich nun völlig ungehindert den Ball zupassen konnten und zum 3:0 vollendeten (70.). Da half es wenig, dass das Berliner Schiedsrichtergespann, nach dem Spiel eine krasse Fehlentscheidung einräumte.

Bühner war über den Schiedsrichter stocksauer und richtete dennoch den Blick wieder nach vorne: „Noch sind drei Spiel zu spielen und mit zwei Siegen bleiben wir drin. Notfalls sichern wir über die Relegation die Klasse,“ verkündete der Coach Durchhalteparolen.

FSV Wacker 03 Gotha: Behnke – Fischer, Heim (17. Hempel), Habichhorst, Ronis – Schnuphase, Holland-Moritz – Bärwolf – Scheidler, Weichert