Umfrage zu „Tempo 30“ abgebrochen

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Die am Montag begonnene Umfrage des Thüringer Verkehrsministeriums zu „Tempo 30“ ist am Freitag abgebrochen worden. Grund ist ein Hackerangriff, mit dem automatisierte Klicks generiert und damit die Ergebnisse verfälscht wurden.

„Es tut uns Leid für die vielen korrekten Teilnehmer. Wir bedanken uns für ihr Interesse“, sagte der Sprecher des Ministeriums, Fried Dahmen. „Aber wir wollen keine Umfrageergebnisse veröffentlichen, die durch illegale Mehrfach-Abstimmungen infiziert sind“, sagte Dahmen. Das Internet sei kein rechtsfreier Raum. „Deshalb werden wir die Einleitung von rechtlichen Schritten prüfen“, erklärte der Ministeriumssprecher.

Großes Interesse

Die Internet-Umfrage zu „Tempo 30“ sei auf breites Interesse in der Bevölkerung gestoßen, hieß es. In den Medien und verschiedenen Internet-Foren werde das Thema kontrovers diskutiert. Darüber hinaus gebe es intensives E-Mail-Feedback von Thüringerinnen und Thüringen an die Pressestelle des Ministeriums. „Leider haben offensichtlich einige Internet-Nutzer den Schutz vor Mehrfachnennung umgangen und damit die Resultate der Umfrage unzulässig beeinflusst. Das tangiert den seriösen Aussagewert  der Umfrage“, sagte Dahmen. Deshalb werde die Umfrage ab sofort nicht mehr weitergeführt.

Bei der Umfrage war es um die Frage gegangen, ob die Tempo-30-Zonen eingeschränkt, erweitert oder ob die derzeitigen Regelungen fortgeführt werden sollen.