USV-Frauen erreichen bei Teilnahme am DFB-Hallenmasters das Viertelfinale

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Samstag, 21.Januar 2012, Magdeburg: GETEC- Arena
Vorrunde, 1.Spiel: FF USV Jena – SC 07 Bad Neuenahr 2:1

In seiner Auftaktpartie bekam es der FF USV mit dem SC Bad Neuenahr zu tun. Bereits kurz nach
dem Anpfiff hatte Sabrina Schmutzler die Führung auf dem Fuß, ihr Flachschuss wurde aber gut
pariert von Bad Neuenahrs Torfrau. Etwas besser machte es Amber Hearn, die einen Pass von
Kathleen Radtke aufnahm und aus halbrechter Position zur 1:0 Führung einschob (3.). Jena stand
hinten kompakt und ließ erst in der achten Spielminute die erste Chance für den Gegner zu, deren
Schuss aber eine sichere Beute für FF-USV-Torhüterin Griseldis Meißner wurde. Nachdem Hearn
zunächst aus kurzer Distanz scheiterte, gelang Bad Neuenahr im Gegenzug durch Nationalspielerin
Okoyino da Mbabi der Ausgleich. Unmittelbar danach hatte Neuenahr die Riesenchance zur Führung,
Meißner bewahrte Jena aber mit einer tollen Reaktion vor dem Rückstand. Als kurz vor Ende ein
abgeblockter Schussversuch des FF USV zurück Richtung Mittellinie flog, fasste sich Radtke ein Herz
und hämmerte den Ball zum 2:1 in den Winkel (11.). Wenig später war Schluss und Jena sicherte
sich mit drei Punkten einen Auftakt nach Maß.
Tore: 1:0 Hearn (3.)
1:1 Okoyino da Mbabi (9.)
2:1 Radtke (11.)

Vorrunde, 2.Spiel: 1.FFC Frankfurt – FF USV Jena 2:0
Im zweiten Vorrundenspiel musste der FF USV gegen den 1.FFC Frankfurt antreten und erwischte
gleich den besseren Start. Schmutzler schnappte sich den Ball in der eigenen Hälfte, spielte ihre
Schnelligkeit aus und scheiterte erst an Frankfurts Torfrau. Den Nachschuss schlenzte Radtke knapp
vorbei. Im Gegenzug kam Lewandowski zum Zug und verwandelte mit einem Flachschuss aus
halbrechter Position zur 1:0 Führung für den FFC (2.).
Nationalspielerin Bajramaj hätte kurz darauf erhöhen können, brachte jedoch das Kunststück fertig
aus zwei Metern die Latte zu treffen. Frankfurt hielt jedoch den Druck weiter aufrecht und
markierte in Person von Marozsan das 2:0 (6.). Wenig später zeigte FF-USV-Torfrau eine schöne
Flugparade und verhinderte das sichere 0:3. Erst danach gelangen den Jenaerinnen wieder
Offensivaktionen. Julia Arnold zwang Frankfurts Schlussfrau mit einem abgefälschten zu einer
Glanztat. Der FF USV kämpfte um den Anschlusstreffer und gab sich nicht geschlagen. Bis auf einen
Fernschuss von Radtke der das Gehäuse knapp verfehlte, hatte die Mannschaft von Martina Voss-
Tecklenburg aber keine Torchance mehr. Letztlich mussten sie in eine 0:2 Niederlage einwilligen,
haben im entscheidenden Gruppenspiel gegen Wolfsburg aber noch alle Trümpfe in der Hand, um
das Viertelfinale zu erreichen.
1:0 Lewandowski (2’)
2:0 Maroszan (6.)

Vorrunde, 3.Spiel: VFL Wolfsburg – FF USV Jena 2:3
Im letzten und entscheidenden Vorrundenspiel traf der FF USV auf den VFL Wolfsburg. Im Tor
schenkte Trainerin Voss-Tecklenburg diesmal Carolin Schiewe das Vertrauen, die normalerweise im
Mittelfeld agiert. Aufgrund der Verletzungen von Schroffenegger und Muhle bildete sie für das
Hallenturnier zusammen mit Griseldis Meißner das Torhüterinnen-Gespann. Wolfsburg begann
druckvoll und kam kurz hintereinander zu einigen Chancen, die entweder knapp das Tor verfehlten
oder von Schiewe mit starker Fußabwehr vereitelt wurden. In der vierten Minute war auch sie
machtlos und Nationalspielerin Martina Müller schoss zur Führung für Wolfsburg ein. Jena ließ sich
von dem Rückstand nicht beirren und erhöhte den Druck. Zunächst schoss Radtke knapp über das
Tor, ehe Schmutzler sich gut gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte, aber vorbei schoss. Der FF USV
zeigte weiterhin viel Engagement und belohnte sich durch einen Treffer von Julia Arnold mit dem
Ausgleichstreffer (8.). Nur wenige Sekunden später kam Vivien Beil im gegnerischen Strafraum an
den Ball, drehte sich und überwand Wolfsburg Schlussfrau zur 2:1 Führung (9.). Als Schmutzler kurz
vor Schluss auf 3:1 erhöhte (11.) schien die Partie schon gelaufen, doch Müller machte es mit dem
Anschlusstreffer noch einmal spannend (12.). Wolfsburg warf alles nach Vorne, doch Schiewe
parierte die letzte Chance und hielt den Sieg fest. Der FF USV erreicht damit das Viertelfinale.
Tore 1:0 Müller (4.)
1:1 J.Arnold (8.)
1:2 Beil (9.)
1:3 Schmutzler (11.)
2:3 Müller (12.)

Viertelfinale: FCR 2001 Duisburg – FF USV Jena 3:1

Im Viertelfinale ging es für den FF USV gegen die Mannschaft aus Duisburg. Der FCR kam besser ins
Spiel und verzeichnete die ersten Chancen. Sowohl ein halbhoher Ball aus zentraler Position als
auch ein Flachschuss aufs kurze Eck konnten von Schiewe sicher pariert werden. Die erste Chance
für den FF USV hatte dann Susann Utes, die den Ball mit links annahm, ihn auf den rechten Fuß
legte und dann nur knapp vorbei schoss. Kurz darauf war es erneut Utes, die für Torgefahr sorgte.
Nach einem schönen Freistoßtrick von Sylvia Arnold Duisburgs Torfrau aber knapp vor Utes an den
Ball und verhinderte somit die Führung für den FF USV. Gegen Mitte des Spiels erhöhte Duisburg den
Druck und kam durch einen Doppelschlag von Islacker und Wensing innerhalb kurzer Zeit zu zwei
Toren (7./8.). Erneut zeigte Jena tolle Moral und verkürzte durch einen Flachschuss von Hearn zum
1:2 (9.). Der FF USV steckte nicht auf, bekam aber kurz vor Schluss mit dem 1:3 den endgültigen
K.O. Insgesamt kann die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg jedoch mit ihrem
Auftritt beim Hallenmasters zufrieden sein. In der stärksten Vorrundengruppe setzte sie sich durch
und zeigte ansprechende Leistungen, die durchaus Selbstvertrauen für die Rückrunde in der
Bundesliga geben könnten.
1:0 Islacker (7.)
2:0 Wensing (8.)
2:1 Hearn (9.)
3:1 Islacker (11.)

Sabrina Schmutzler: „Wir hatten in der Vorrunde eine schwere Gruppe, sodass wir überraschend ins
Viertelfinale eingezogen sind. Wir haben mannschaftlich gute und disziplinierte Leistungen gezeigt
und konnten uns so gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Im Viertelfinale trafen wir mit
Duisburg natürlich auf einen Gegner, der, wenn er ins Rollen kommt, technisch und von der
Schnelligkeit her, überlegen ist. Leider sind unsere Gegentore auch aus individuellen Fehlern
resultiert, die vermeidbar gewesen wären. Am Ende sind wir sicherlich unglücklich ausgeschieden

H&H Makler