In einem abwechslungsreichen aber nicht immer hochklassigen Spiel besiegte Tabellenführer VC Gotha in der Volleyball-Regionalliga Ost den Chemnitzer PSV zu Hause mit 3:0 (23; 17; 26) und baute seine Führung weiter aus.
Trainer Jörg Schulz musste gegen die Sachsen auf Michael Steuding und Stephan Werner verzichten. Deshalb wurde taktisch etwas umgestellt, indem der für Steuding in die Anfangsformation gerückte Richard Henze von Annahmeaufgaben weitgehend entlastet wurde. Dafür übernahmen der andere Außenannahmespieler Enrico Protze, Libero Marek Reichel und auch Diagonalangreifer Marcel Herrmann größere Verantwortung in der Annahme.
Diese Umstellungen waren sicherlich mit ein Grund dafür, dass die Gastgeber im 1.Satz etwas verunsichert und nervös wirkten. Viele Aufschlagfehler verstärkten diesen Eindruck noch. Glück für den Tabellenführer, dass die Chemnitzer ihre durchaus vorhandene Chance auf einen Satzerfolg nicht nutzten und ebenfalls zu oft beim Aufschlag patzten. Gothas Zuspieler Markus Braune griff immer dann, wenn es eng wurde, auf das Standardrezept zurück, Kapitän Herrmann anzuspielen, der dann die entscheidenden Punkte machte.
Im 2.Satz hatte der VC-Motor dann Betriebstemperatur erreicht. Gleich zum Auftakt gab es ein Aufschlagass von Herrmann und auch Mittelblocker Marcel Bruns packte im Block zweimal in Folge ordentlich zu. So baute sich Gotha einen beruhigenden 5-Punktevorsprung auf und zeigte in dieser Phase sehenswerten Volleyball. Das honorierte auch das diesmal wieder sehr gut mitgehende Publikum mit viel Beifall und lautstarker Unterstützung.
Auch Henze wurden nun selbstsicherer und wusste seine enorme Sprunghöhe im Angriff nun häufiger zu nutzen. Einer der Höhepunkte war sicherlich die Aktion zum 15:9 als Libero Reichel einen Angriffsball spektakulär abwehrte und Henze dann den Punkt im Angriff holte. Im letzten Satzdrittel kamen noch Björn Bräuner für Carsten Strecker und Christian Franz für Braune in die Partie. Mit einem Block zum 25:17 beendeten Bruns und Henze diesen 2.Abschnitt standesgemäß.
Auch der folgende 3.Satz begann zunächst wie erwartet. Auf Außen zeigte Protze, am Nachmittag noch erfolgreicher Trainer des Damenteams, seine wohl bisher beste Saisonleistung und einige Angriffsschläge von Gothas Topscorer Herrmann waren für die Chemnitzer einfach nicht zu verteidigen. Ab dem 12:8 spielten die Gothaer dann allerdings im Stile eines Springpferdes, indem sie nur soviel taten, wie notwendig ist, um das Hindernis zu überspringen.
Der PSV, anders als die Reudnitzer in der Vorwoche, gab sich nie geschlagen und nutzte die Gothaer Lässigkeiten. Mit 13:12 gingen die Gäste erstmals in Führung und hielten den Satz bis zum Schluss offen. Beim 23:21 standen sie sogar kurz vor dem Satzgewinn. Doch dann zeigten die Hausherren wieder ihr kompromissloses Gesicht. Ein Angriffspunkt von Herrmann, ein Blockpunkt von Henze und Bräuner und der VC war wieder dran. Danach hatte Chemnitz noch zweimal Satzball, mehr ließen die VC-Spieler nicht zu. Mit einem Ass beendete Strecker dann das Spiel.
Trotz aller Chemnitzer Bemühungen stand am Ende ein 3:0 für den VC Gotha auf der Anzeigetafel und es blieb erneut die Erkenntnis, dass diese Mannschaft, in dieser Besetzung, immerhin fehlten mit Steuding und Werner zwei wichtige Akteure, zu gut für diese Liga ist.
Das Gegenteil zu beweisen, werden allerdings am kommenden Sonnabend sicherlich die Ohrdrufer versuchen. Dann steigt in der dortigen Goldberghalle das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem Ohrdrufer SV und dem VC Gotha.
VC Gotha mit: Marcel Herrmann, Christian Franz, Enrico Protze, Carsten Strecker, Björn Bräuner, Marcel Bruns, Marek Reichel, Markus Braune und Richard Henze





















