Nach 250 Jahren wieder vereint – Ekhof und von Studnitz

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Gotha (red, 29. März). …und wieder kam ein Gemälde nach Gotha, das eine besondere Beziehung zur Residenzstadt und vor allem mit Schloss Friedenstein hat.

Es geht um ein Porträt von Hans-Adam von Studnitz. Der lebte von 1711 bis 1788 und war über 50 Jahre in Diensten der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg. Die machten ihn 1758 zum Oberhofmarschall – also dem obersten Verwaltungsbeamten des Hofes.
In der Funktion hatte er unmittelbaren Einfluss auf Hofkultur, Hofkapelle und höfisches Theater. Besondere Verdienste erwarb er sich mit der Gründung des Gothaer Hoftheaters 1775 – des ersten stehenden deutschsprachigen Hoftheaters.

Auch deshalb war die Ersteigerung seines Porträts bei einer Auktion in Berlin eine Herzensangelegenheit für die Stiftung Schloss Friedenstein.

Die konnte sich dabei erneut der Unterstützung durch die „Ernst von Siemens“-Stiftung, die Kulturstiftung Gotha und den Freundeskreis Kunstsammlungen Schloss Friedenstein versichern: Das Studnitz-Porträt ist nun im Saal der deutschen Malerei des Herzoglichen Museums zu sehen.

Knut Kreuch, Vorsitzender Kulturstiftung Gotha berichtete, dass dieses Porträt immer in Privatbesitz war und nur einmal – vor 100 Jahren – in Gotha öffentlich gezeigt wurde.

Ein erster Versuch, es 2000 zu kaufen, scheiterte. 2021 habe er auch befürchtet, dass viele Bieter das Porträt ersteigern wollten, weilte das betreffende Gemälde die Titelseite des Auktionskatalogs schmückte und damit sehr prominent beworben wurde. Schlussendlich seien es dann aber nur drei Interessenten gewesen…

Bisher habe man in Gotha nur eine kleine Druckgrafik des Studnitz-Porträts gehabt, berichtete Dr. Friedegund Freitag, die stellvertretende Direktorin des Referat Wissenschaft und Sammlungen. Umso größer sei die Freude gewesen, als man nun aufs Original Zugriff bekommen konnte.

Über den Mann, der dieses Porträt schuf – den Maler Johann Wolfgang Ziesenis – sagte sie, dass er engen Kontakt zum Gothaer Hof gehabt habe. Nicht zuletzt deshalb, weil er auch die Könige von England porträtiert habe.

Der Mann der Tat und des Tages der Auktion an jenem 2. Dezember 2021 war Klaus Kleinsteuber, der Vorsitzende des Freundeskreises Kunstsammlungen, den deshalb „Oscar am Freitag“-TV vor die Kamera bat:

 

 

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