Bundesweiter „Warntag“ am 14. September 2023

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Bild: iXimus / Pixabay

Zum bundesweiten „Warntag” heulen am Donnerstag die Sirenen und quäken die Smartphones

Von 11.00 -11.45 Uhr dauert der bundesweite Probealarm.

Am Donnerstag findet wieder der bundesweite „Warntag” statt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird um 11 Uhr über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Probewarnung auslösen. Entwarnung erfolgt um 11.45 Uhr.

Neben den üblichen Warnkanälen wird auch der Mobilfunk-Warnservice „Cell Broadcast” zum Einsatz kommen. Erst im Februar wurde der Warndienst, der alle modernen Smartphones und Handys erreicht, fest eingerichtet. „Es kann lebensrettend sein, Menschen schnellstmöglich zu informieren. Damit im Ernstfall alles klappt, muss immer wieder geprobt werden. Und falls Probleme auftreten, werden wir nachsteuern. Dafür sind solche Tests ja da, um zu schauen, ob im Fall der Fälle alles funktioniert”, sagte Innenminister Georg Maier.

Neben seinen rund 2400 Sirenen im Land setzt Thüringen wie andere Bundesländer auf einen „Warnmittelmix” und somit auf unterschiedliche Informationswege: Warn-Apps wie „NINA” oder „Katwarn”, „Cell Broadcast”, Lautsprecherfahrzeuge, Stadtinformationstafeln sowie Rundfunk und Fernsehen. Wichtig ist, dass nicht nur die Technik reibungsfrei funktioniert, sondern dass auch die Bürgerinnen und Bürger an Umgang und Funktionsweise der Warnmittel gewöhnt werden. „Früher kannten die Menschen noch die Bedeutung der Sirenentöne, heute ist das Rätselraten nach solch einem Alarm groß. Wir müssen wieder dahin kommen, dass die Menschen den Feueralarm von einer allgemeinen Gefahrenwarnung unterscheiden können. Ebenso muss es wieder ins Bewusstsein kommen, dass jeder und jede auch selbst für den Eigenschutz verantwortlich ist”, so Maier.

Die Idee zum bundesweiten „Warntag” ist 2017 entstanden. Der erste „Warntag” fand am 10. September 2020 statt, der zweite am 8. Dezember 2022. Ab 2023 soll die bundesweite Probewarnung wieder planmäßig einmal pro Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden. Auf Basis der Erfahrungen von 2020 hat der Bund den Ländern Finanzmittel für ein Sonderförderprogramm Sirenen bereitgestellt. Thüringen hat hieraus rund 2,3 Millionen Euro erhalten. Mit dieser Anschubfinanzierung wurden im Freistaat bereits zahlreiche Modernisierungen durchgeführt. Darüber hinaus wurden allein in diesem Jahr bereits 380 Fördermaßnahmen zur Umrüstung bzw. dem Neubau von Sirenen mit zirka 750.000 Euro Landesmitteln bezuschusst.

Im vergangenen Jahr wurde auch in Thüringen erstmals „Cell Broadcast” erprobt. Der Dienst übersendet Kurzmeldungen in einem anonymen Verfahren, das die Empfangsbereitschaft von Mobiltelefonen in der jeweiligen regionalen Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. So können die in einem Gefahrengebiet befindlichen Bewohner über ihre Handys und unter Einhaltung des Datenschutzes schnell und verlässlich benachrichtigt werden. In Thüringen wurde „Cell Broadcast” beispielsweise erfolgreich beim „SonneMondSterne-Festival” in Saalburg eingesetzt. Nach einer Unwettergefahrenmeldung durch den Deutschen Wetterdienst konnte das Gelände mit Hilfe der Smartphone-Info kurzzeitig geräumt werden. Zugang zum Auslösesystem haben ausschließlich Behörden des Bundes, der Länder und Kommunen. Grundvoraussetzung für das Funktionieren des Warnsystems ist eine regelmäßige Durchführung von Updates für das Smartphone-Betriebssystem (Android, iOS, etc.). Das Handy sollte eingeschaltet und nicht im Flugmodus sein.

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