Die Blue Volleys Gotha starteten mit einem Sieg in die neue Saison

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Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Ducháč, Gorski, Krauße, Krochmann, McBean, Niederlücke, Spankowski, Stückrad F., Stückrad M., Werner Ro., Werner Ri. Bild: VC Gotha, privat

Ein sehr gelungener Saisonstart

Die Blue Volleys Gotha starteten mit einem absolut überzeugendem 3:0 (15,25,22) Erfolg beim TSV Mimmenhausen in die neue 2. Bundesliga-Saison.

Man kann durchaus von einem Traumstart reden, denn die Gothaer Volleyballer beherrschten, bis auf eine Phase im 2. Satz, als Konzentration und Variabilität etwas nachließen, die Gastgeber weitgehend.
Die Blue Volleys brauchten im 1. Satz nur wenige Spielzüge, um die Belastungen der langen Anreise an den Bodensee vergessen zu machen. Den ersten Punkt für die Thüringer holte Diagonalangreifer Erik Niederlücke, der nach seinem Studienjahr in den USA, wieder bei den Gothaern dabei ist. Auch danach bot der 2,05 Meter große Angreifer eine hervorragende Vorstellung und wurde zum Topscorer der Gothaer. Doch auch seine Mitspieler, Hannes Krochmann im Zuspiel, die Außen/Annahme-Spieler Robert Werner und Dominik Ducháč, die beiden Mittelblocker Tomasz Goski und Harrison McBean,
sowie Libero Max Stückrad wussten von Beginn an zu überzeugen.

So hatte Gothas Manager Jörg Fischer, der nach 18 Jahren, damals als Trainer der VC-Frauen in der 2.Bundesliga, erstmals wieder auf einer Bundesligatrainerbank saß und die verhinderten Jonas Kronseder und dessen Co-Trainer Robin Schade vertrat, wenig zu tun, was Auswechslungen oder Auszeiten betraf.

Die Gastgeber, in den vergangenen Jahren immer ein sehr scher zu bespielender Gegner für die Blue Volleys, versuchten im 1. Satz häufig ihr Heil über die schnelle Mitte. Zunächst mit einigem Erfolg. Doch als Gothas Block zur Mitte des Abschnitts hin, innerhalb kurzer Zeit etliche TSV-Angriffe stoppte, hatten die Blue Volleys die Spielkontrolle erlangt.
Zuspieler Krochmann, der ein gutes Spiel machte, setzte seine Nebenleute sehr variabel und genau ein, so dass man den Mimmenhausener Block immer wieder ausspielen konnte. Mit 25:15 ging der erste Abschnitt verdient an die Gäste.

Auch im 2. Satz schien es zunächst so, als ob der Gothaer Lauf weitergehen würde. Zur 1. Technischen Auszeit führte man bereits wieder mit drei Punkten Vorsprung.
Dann aber legten die Hausherren einen Zwischenspurt ein, holten auf und lagen beim 13:11 ihrerseits vorn.
In dieser Phase unterliefen den Blue Volleys mehrere Fehler und im Aufbauspiel wurde die schnelle Mitte etwas vernachlässigt, wodurch das eigene Spiel an Variabilität verlor.
Auf der anderen Netzseite waren es jetzt vor allem Kapitän Jan Jalowietzki und Diagonalangreifer Richard Schaugg, die für Gefahr sorgten.
Fischer wechselte Christoph Aßmann für Ducháč ein. Wenig später aber lagen die Süddeutschen beim 19:16 trotzdem mit drei Punkten vor.
Doch die Gothaer behielten jetzt die Nerven. Erneut war es Niederlücke, der punktete und die Gothaer glichen zum 19:19 aus.
Die Schlussphase dieses Satzes war dann der ausgeglichenste und spannendste Abschnitt der Begegnung. Gothas Kapitän R.Werner mit zwei gekonnten Legern, McBean mit einem krachenden Angriff über die Mitte und wieder Niederlücke, der einen langen Ballwechsel zum ersten Satzball abschloss, begegneten dem Druck der Hausherren erfolgreich. Den dritten Satzball konnten die Blue Volleys mit einem erfolgreichen Doppelblock von Gorski und Niederlücke dann zum 27:25 verwandeln.

Mit dem 2:0 Satzstand im Rücken durften die Blue Volleys dann im 3. Satz befreit aufspielen und waren meist das bestimmende Team. Die Annahme um Libero M. Stückrad stand stabil, so dass Krochmann wenig Mühe mit der Ballverteilung hatte. Seine Angreifer dankten es ihm mit teilweise spektakulären Angriffen. Besonders der australische Neuzugang McBean hatte in seinem ersten Punktspiel für die Blue Volleys sofort Bindung zu seinen Kollegen und bewies etliche Male sein großes Potential.
Insgesamt aber war vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung, die zu diesem Erfolg führte. Denn mit 25:23 ging auch der 3.Abschnitt an die Blue Volleys.

So dürfte TSV-Trainer Christian Pampel auch die Qual der Wahl bei der Festlegung, wer Gothaer MVP werden soll, gehabt haben. Er entschied sich für McBean aber auch Niederlücke oder Krochmann hätten zum Beispiel diese Auszeichnung verdient gehabt. Beim TSV Mimmenhausen wurde Schaugg zum MVP gewählt.

Auch Manager und Trainervertreter Fischer war nach dem Abpfiff zufrieden. „Es war eine sehr geschlossene Leistung des ganzen Teams. Schön, dass die Neuzugänge und Rückkehrer sofort Fuß gefasst haben”, sagte er im Anschluss.

Jedenfalls hat dieses Spiel der Blue Volleys Lust auf mehr gemacht. Und es bleibt nun zu hoffen, dass die Gothaer am kommenden Sonnabend im ersten Heimspiel gegen die RAMFIRE Volleys Dresden an diese Leistung anschließen können. Die Volleyballanhänger in Gotha und Umgebung sollten sich den Heimauftakt also keinesfalls entgehen lassen.

H&H Makler

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