Die gebürtige Gothaer Schauspielerin Petra Hartung liest aus „Briefen von Rosa Luxemburg“

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Am Samstag, dem 15. Juni 2019, um 15:30 Uhr, liest Petra Hartung im Hanns-Cibulka-Saal der Stadtbibliothek Heinrich Heine aus „Briefen von Rosa Luxemburg“. Karten gibt es in der Gothaer Stadtbibliothek, zum Preis von 7 € pro Person und ermäßigt für Schüler und Studenten für 5 € pro Person. Eine Reservierung der Karten ist ebenfalls telefonisch möglich unter 03621/222-246 oder -670 und per Email unter Angabe von Name und Kontaktdaten unter kulturstiftung@gotha.de.

Petra Hartung ist eine aus Film und Fernsehen bekannte Schauspielerin, welche in deutschen sowie internationalen Produktionen mitwirkte, wie z.B. „Der Vorleser“ oder „Inglourious Basterds“. Sie begibt sich für uns wieder in die Heimat. Sie stammt gebürtig aus Gotha und kehrt im Kreise des Stifterwochenendes der Kulturstiftung zurück, um aus den gesammelten Briefen der Rosa Luxemburg zu lesen.

Es gibt sicher kaum Deutsche, die ihren Namen oder ihr berühmtes Zitat „die Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden“ nicht wenigstens schon einmal gehört haben. Sie wurde mit einem Schuss in den Kopf ermordet, ihr Leib wurde mit Stacheldraht umwickelt und in einen Kanal in Berlin geworfen. Gerade auch wegen diesem ausdrucksstarken Tod wurde sie bekannt und wird bis heute geehrt. Doch von ihrem Leben hingegen wissen nur wenige.

Sie war eine herausragende Vertreterin demokratisch-sozialistischen Denkens und Handelns in Europa. Sie und Karl Liebknecht waren der Kopf der radikalen deutschen Linken und versuchten den Weltkrieg (von 1914 bis 1918) zu verhindern. Rosa Luxemburg war die wichtigste Repräsentantin internationalistischer und antimilitaristischer Positionen in der SPD, neben Karl Liebknecht. Sie war eine promovierte Akademikerin, zu einer Zeit, da noch kaum Frauen studierten und war eine der wenigen Frauen in der aktiven Politik, was ihr das Leben nicht erleichterte, denn Vorurteile gegenüber Frauen in der Öffentlichkeit waren sogar bis weit in die linken Parteien hinein vertreten. Sie forderte eine gut informierte, urteilsfähige Arbeiterschaft mit demokratischen Rechten und Freiheiten. Sie verbrachte fast den ganzen 1. Weltkrieg in Gefängnissen.

Man kannte sie immer als stimmgewaltig und sie vertrat ihre Überzeugungen kompromisslos.

Umso einzigartiger sind die gesammelten Briefe, die sie aus dem Gefängnis an die Frau ihres Mitstreiters, an Sophie Liebknecht schrieb. Es sind Trostbriefe an die junge Frau ihres Kampfgefährten Karl Liebknecht, welche sich um die Zukunft und das Schicksal ihres Mannes in politischer Haft sorgte. Die Briefe zeigen eine weitere Seite von Rosa Luxemburg, als eine Frau im Gefängnis, die die Frau in Freiheit tröstet und ermutigt. Die Art, mit der sie die Kämpfe in ihrem Leben bestritt, ihr Temperament und ihr mitreißendes Wesen mit der sie auf politischer Freiheit und soziale Gleichheit bestand, haben auch für uns bis heute nichts an Strahlkraft verloren.

Lassen sie sich am 15. Juni 2019 um 15:30 Uhr im Hanns-Cibulka-Saal in der Stadtbibliothek „Heinrich Heine“ in Gotha von diesen beiden Frauen begeistern, von Petra Hartungs mitreißender Lesung und Rosa Luxemburgs Geschichte und ihrem eindrucksvollen Wesen.

MSB Kommunikation

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