Gothas „Lindenhof“ wird eigene Marke

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Mit dem Silvesterfeuerwerk 2017 startet für das Gothaer Hotel „Der Lindenhof“ eine neue Zeitrechnung. Dann endet nach 21 Jahren die Kooperation mit „Best Western“.

„Wir hatten eine gute Zeit miteinander“, lautet das Fazit von Hoteldirektor Olaf Seibicke. In den zwei Jahrzehnten habe das Hotel wachsen und von der internationalen Kette lernen können.

Die aus den USA stammende „Best Western“-Gruppe müsse v. a. den Erwartungen internationaler Gäste entsprechen. Ein Hotelier sollte jedoch für sich entscheiden, ob eine solche Ausrichtung zum Haus, zur Region passe. „Nach Gotha kommen schließlich zu 90 Prozent Reisende aus dem deutschsprachigen Raum.“ Deshalb habe man in den letzten zehn Jahren zunehmend selbstständiger agiert. „Wir entwickelten eigene Qualitätsstandards. Unser ,Lindenhof’ wurde deshalb selbst zur Marke.“

Seibicke, der seit 18 Jahren das Haus führt, nennt als Beleg u. a. solche, für ein Hotel eher außergewöhnlichen Arrangements aus Entertainment und kulinarischer Finesse wie „Ein Abend mit…“ Stars aus Küche, Kunst, Sport und der Lifestyle-Szene. Da fand jüngst die 50. Veranstaltung statt. Auch die „Gourmet-Reisen“ trügen inzwischen zum besonderen Ruf des „Lindenhofs“ bei.

Es ist derweil eines der führenden Hotels in Thüringen, wurde erst kürzlich von der DEHOGA als „4-Sterne-Superior“-Haus ausgezeichnet. Mit der Neuausrichtung gingen in den letzten Monaten millionenschwere Investitionen der Eigentümer Bernd Lange und Ernst-Günther Lührmann einher. „Das zeigt das Vertrauen in unsere Arbeit und die Zukunft des Hotels.“

Ein Hotel lebe aber vor allem von den Menschen, die dort arbeiteten, unterstreicht Seibicke. „Davon hat der ,Lindenhof’ sehr viele, die seit Jahren im Hotel mit dem Herzen dabei sind.“ Das wäre in der Branche eher unüblich und stünde für ein wertschätzendes, besonderes Klima.

Seibicke möchte zunehmend anspruchsvolle Gäste nach Gotha holen, die Qualitätstourismus bevorzugen. Sie würden „eine exklusive, sehr persönliche Betreuung“ bekommen, wofür das Team personell aufgestockt werde.

„Wir wollen kein Quartier für Eilige sein, sondern eine Residenz für Reisende“, fasst der Manager das ehrgeizige Ziel zusammen.

The Londoner - Gotha

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