Gothas OB Knut Kreuch: „Deutsche Bahn trägt Hauptschuld am Zustand des Gothaer Hauptbahnhofs“

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Foto: Thomas Ritter

Gestern berichtete „Oscar am Freitag“ über eine Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten der LINKEN, Sascha Bilay. Er hatte darüber berichtet, dass das Land eine Studie fördere, um den Hauptbahnhof Gotha zu einem Verkehrsknotenpunkt auszubauen und kommentiert: „Damit gehört Gotha zum grössten Profiteur“, liege nun das Heft des Handelns bei der Stadt.

Gothas Oberbürgermister Knut Kreuch reagierte heute darauf. In seiner Pressemitteilung heißt es: „Die Feststellung des Landtagsabgeordneten Sascha Bilay (…) ist so gänzlich unrichtig, denn die Stadt ist seit mehr als einem Jahrzehnt mit der Problematik beschäftigt und kommt wegen des privaten Besitzes nicht voran. Herr Bilay ist nicht gut informiert, wenn er die Stadt Gotha in nachlässiger Pflicht sieht. Sie handelte bereits nach allen Möglichkeiten, um Veränderungen am Bahnhofsvorplatz zu erreichen. Es muss also deutlich gesagt werden, dass diese Aussage nicht nur oberflächlich, sondern dahingehend falsch ist.“

Auch Stadtratsmitglied Bernd Fundheller wisse um die Bemühungen der Verwaltung und sollte nicht fordern, dass sich die Stadtverwaltung mit den Einwohnern beraten müssen. Ein jedes Mitglied des Gothaer Stadtrates wisse, dass dies in Gotha Grundvoraussetzung allen Handelns sei.

Die jetzige Studie des Landes Thüringen sei ein Papier, das noch keinen Bau ermögliche, aber die Voraussetzung schaffe, weiter Förderungen zu bekommen. „Fördermittel gibt es in der Regel aber nur, wenn geklärte Eigentumsverhältnisse bestehen, deshalb verhandelt die Stadt Gotha weiter mit dem privaten Eigentümer, mehr als zehn Vorschläge der Zusammenarbeit sind bisher abgelehnt. Diese Vorschläge reichen vom Kauf durch die Stadt über Erbpacht durch die Stadt bis hin zur Alleininvestition des privaten Eigentümers, um nur einige Verhandlungsspielräume aufzuzeigen“, erläuterte Kreuch.

Er erinnerte an mehrere Vorsprachen, die er bei der Landesregierung deshalb hatte und bei denen „die Stadt Gotha und das Land Thüringen unentwegt versucht (hätten) gemeinsam eine Lösung voranzutreiben“.

Die Deutsche Bahn, so Kreuch, habe den Fehler gemacht, die Auflagen, die man der Stadt Gotha mit Kaufangebot vorgab, auch an den privaten Eigentümer zu stellen. „Deshalb, auch wenn das die Deutsche Bahn nicht hören möchte, trägt sie die Hauptschuld am Zustand des Gothaer Hauptbahnhofs.“

Die Stadt Gotha habe nun eine Ausschreibung veranlasst und Vergleichsangebote eingeholt. Im Ergebnis werde ein Planungsbüro beauftragt, die geforderte Studie auszuarbeiten, die zur Diskussion im Stadtrat vorgelegt werden wird. Dabei spielten die Finanzierung der Umsetzung des Konzeptes und der zeitliche Rahmen eine enorme Rolle. Letztlich sei aber vor allem die Zustimmung des privaten Eigentümers notwendig.

H&H Makler

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