Jugendliche hatten gute Chancen im Landkreis Gotha den Wunschberuf zu erlernen

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Agentur für Arbeit. Symbolbild: privat

Abschluss auf dem Ausbildungsmarkt 2022/2023

„Jugendliche haben auch in diesem Jahr gute Chancen gehabt, ihren Wunschberuf zu ergreifen, denn es gab ein vielseitiges Ausbildungsangebot der Unternehmen. Die meisten haben die Möglichkeiten auch nutzen können und sind erfolgreich in Ausbildung oder Studium gestartet. Trotz aller Bemühungen haben aber immer noch nicht alle jungen Menschen einen Ausbildungsvertrag in der Tasche. Um diese Jugendlichen kümmern wir uns aktuell verstärkt, denn noch ist ein Einstieg in eine Berufsausbildung möglich. Wer noch auf der Suche ist, dem empfehle ich, sich schnell mit unserer Berufsberatung in Verbindung zu setzen”, erläutert Irena Michel, Leiterin der Agentur für Arbeit Thüringen Mitte die Situation auf dem Ausbildungsmarkt.

In Gotha waren zum Abschluss des Ausbildungsmarktes 477 Ausbildungsinteressierte als Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 28 Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Insgesamt waren 58 bzw. 11 Prozent weniger Bewerber*innen als im vergangenen Beratungsjahr gemeldet. Davon suchten am Ende des Beratungsjahres noch 10 aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studienplatz. Alle anderen Bewerber*innen haben bereits einen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative für sich gefunden.
Rund 60 Prozent der gemeldeten Bewerber*innen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 18 Prozent mit dem Hauptschulabschluss und 18 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf Ausbildungsangebote.
Die Hälfte der ausbildungssuchenden Jugendlichen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.

Bei ihren Berufswünschen orientierten sich die Jugendlichen an den Entwicklungen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind:
Kaufmann/-frau für Büromanagement, Verkäufer/in, Kfz-mechatroniker/in – PKW-Technik, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachlagerist/in, Tischler/in, Fachkraft Lagerlogistik, Maschinen- und Anlagenführer, Mechatroniker/in, sowie Automobilkaufmann/-frau.

Von den 477 Bewerberinnen und Bewerber hatten sich 467 Jugendliche bei der Berufsberatung abgemeldet. Sie begannen größtenteils eine Berufsausbildung (rund 70 Prozent).
5 Prozent besuchen weiter die Schule und 3 Prozent starteten ins Studium. Die restlichen Bewerberinnen und Bewerber nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, begannen eine Fördermaßnahme zur Berufsvorbereitung oder leisten gemeinnützige/soziale Dienste.

Das Ausbildungsangebot der regionalen Unternehmen sank auf 823 Ausbildungsplätze – das sind 73 weniger als vor einem Jahr. Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Ausbildungsstellen 62 Bewerberinnen und Bewerber. Zum Abschluss des Berufsberatungsjahres, blieben 81 Ausbildungsstellen unbesetzt, vor allem für die Berufe Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Mechatroniker/in, Fachkraft Lagerlogistik und Verkäufer/in.

Die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen waren:
Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachkraft Lagerlogistik, Fachlagerist/in, Mechatroniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Koch/Köchin, Industriemechaniker/in und Handelsfachwirt/in.

Die Berufsberatung ist von überall telefonisch und per Videotelefonie erreichbar und bietet weiterhin individuelle Beratungen an: Hotline 0800 4 5555 00.

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